Grundsteinlegung
Ein Aarauer Quantensprung: Bis 2018 entstehen 167 Wohnungen, 20 Geschäfte und ein Gastrokomplex

Auf dem Aeschbachareal entstehen ein grosser Gastrokomplex, Wohnungen für rund 600 Menschen und 4600 Quadratmeter Geschäftsflächen. Unter den Augen illustrer Gäste erfolgte am Freitagvormittag feierlich der Spatenstich auf der Grossbaustelle.

Urs helbling
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Stadtpräsidentin Jolanda Urech, Mobimo-CEO Christoph Caviezel und «Frutiger»-Chef Thomas Frutiger gestern Mittag.

Stadtpräsidentin Jolanda Urech, Mobimo-CEO Christoph Caviezel und «Frutiger»-Chef Thomas Frutiger gestern Mittag.

ZVG

Manchmal lässt sich die Bedeutung des Anlasses an der Wichtigkeit der Teilnehmer ablesen. Es waren da: Georges Theiler, Verwaltungsratspräsident der Bauherrin Mobimo und alt Ständerat; Christoph Caviezel, CEO der börsenkotierten Immobiliengesellschaft; Thomas Frutiger, Chef und Mitinhaber des gleichnamigen Berneroberländer Bauriesen, sowie Aaraus aktuelle Stadtpräsidentin Jolanda Urech und ihr Vorgänger Marcel Guignard.

Am Freitag um 11.55 Uhr war es geschafft, der Grundstein für das Baufeld 2 des Aeschbachquartiers gelegt. Bis im Herbst 2018 entstehen neben dem GastroSocial-Tower 167 Mietwohnungen für rund 600 Menschen. Und 4600 m Geschäftsflächen mit über 20 Betrieben, vom Coiffeur an aufwärts. Dazu ein Gastrokomplex in der Aeschbachhalle (az vom 3.9.) mit vier Restaurants, einer Cigar Lounge und einer Eventhalle für 800 Personen.

330 Plätze in vier Restaurants

Mit Spannung wurde an der Grundsteinlegung die Vorstellung des künftigen Betreibers der Aeschbachhalle erwartet: Das Ehepaar Hülya (44) und Erdal (48) Sezer wird ab Herbst 2018 zu den grössten Gastronomen auf dem Platz Aarau gehören.

Sie werden Folgendes realisieren: Das Hauptrestaurant (140 Sitzplätze in der Halle) bietet italienische Küche. Dazu gibt es einen «Veganer» (Take-away und 60 Sitzplätze), einen «Burger-Laden» (Take-away und 80 Sitzplätze) und eine Tapas-Bar (50 Sitzplätze). Alle vier Restaurants haben neben den Innenplätzen auch grosse Aussenflächen (ausserhalb der Halle).

«Wir wollen alle Gastrobetriebe selber führen. Nur so können wir den Mix garantieren», erklärte Hülya Sezer gestern Mittag. Für das Gastrounternehmen des Luzerner Ehepaares bedeutet das Aarauer Projekt einen Quantensprung. Die Sezers eröffneten im Jahr 2000 ihr erstes Lokal: die Havanna-Bar in Biel.

Heute betreiben sie mit 40 Angestellten vier Lokale. Zwei in Lausanne und zwei in Luzern. Flaggschiff ist die «Lounge-Bar Suite» im obersten Geschoss des Hotels Monopol unmittelbar beim Bahnhof Luzern. Das «Istanbul Grill & More» (Luzern) kam auch schon in der SRF-Sendung «Mini Beiz, dini Beiz».

In der Vergangenheit haben die Sezers ihre Lokale jeweils auf Erfolg getrimmt und sie dann relativ rasch abgestossen. Jetzt haben sie die Strategie geändert: «Wir wollen nicht mehr verkaufen», sagt Hülya Sezer.

Erste Landkäufe 2002

«Auf diesen schönen Moment haben wir lange gewartet», erklärte Mobimo-CEO Caviezel gestern bei der Grundsteinlegung. Die Mobimo kaufte 2002 die ersten Parzellen auf dem fünf Hektaren grossen Areal beim Aarauer Gais-Kreisel.

Nicht alles lief so, wie sich das die Investoren vorgestellt hatten. Die Denkmalpflege redete mit. «Die Aeschbachhalle ist uns ein Stück weit aufs Auge gedrückt worden», meinte Caviezel. Heute ist er stolz auf das, was im historischen Gebäude entstehen wird.

Baufeld 4: 60 Prozent verkauft

Im südlichen Teil des Quartiers, etwas abgeschirmt durch den Oehler-Park mit der Villa der Fabrikantenfamilie Oehler, entstehen insgesamt 92 Eigentumswohnungen. In den letzten Wochen sind verschiedene Musterwohnungen eingerichtet worden, die nun auf Anmeldung besichtigt werden können. Das Angebot an Wohneigentum umfasst neben zwölf Townhouses auch acht Duplexapartments, 63 Parkapartments und 9 Stadtapartments. 60 Prozent der Wohnungen sind verkauft. (UHE)

Jetzt laufen die Arbeiten auf Baufeld 2. Bereits überbaut sind Baufeld 3 (Industrieareal mit Neubau Rockwell) und Baufeld 1 (Hochhaus GastroSocial). Die Arbeiten auf Baufeld 4 (92 Eigentumswohnungen) sind sehr weit fortgeschritten. Die ersten Besitzer werden im ersten Quartal des kommenden Jahres einziehen.

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