Autofahrer meldeten der Polizei am Donnerstagabend eine Schlägerei. Da von mehreren Beteilitgen auszugehen war, rückten verschiedene Patrouillen der Kanton- und Stadtpolizei aus.

Vor Ort trafen die Polizisten auf einen 36-jährigen Franzosen und dessen Ehefrau. Er war am Kopf leicht verletzt.

Gemäss ihren Schilderungen waren sie vom Kreuzplatz her zu Fuss in Richtung Gais-Kreisel unterwegs, als vier dunkelhäutige Männer auf sie zukamen.

Diese hätten zuerst ihre Pizza, die sie assen und dann Geld gefordert und den Mann dann unter Schlägen und Fusstritten zu Boden gezerrt. Die Frau wurde geschubst und stürzte ebenfalls. Danach flohen die Täter ohne Beute. 

Auf der Fahndung sichteten die Polizisten einen möglichen Täter, der sofort die Flucht ergriff. Er wurde kurz danach festgenommen.

Es handelte sich um einen 18-jährigen eritreischen Asylbewerber. Fast gleichzeitig nahm die Polizei am Bahnhof einen 17-jährigen Eritreer fest. Beide sind in Asylunterkünften aus der Region untergebracht. 

Fussgänger in Aarau attackiert

Fussgänger in Aarau attackiert

Nach ersten Erkenntnissen scheint der 18-Jährige nichts mit der Tat zu tun zu haben. Die Flucht vor der Polizei ergriff er, weil mit einer Wegweisung für die Stadt Aarau belegt ist. Eine Wegweisung ist eine Fernhaltemassnahme, da es im Vorfeld bereits zu Vorfällen mit dem 18-jährigen Asylbewerber kam.

«Ein Rayonverbot wird bei Fehlverhalten im öffentlichen Raum vom Migrationsamt erlassen», sagt Balz Bruder, Mediensprecher des kantonalen Departement Gesundheit und Soziales. Eine solche Erlassung komme ab und an vor, da sie eine Massnahme des Ausländerrechtes sei.

«Details zu den Vorkommnissen, die zum Rayonverbot geführt haben, können wir nicht kommunizieren», erklärt Bernhard Graser, Mediensprecher der Kantonspolizei Aargau.

Die Ermittlungen gegen den 17-Jährigen und seine Komplizen laufen. 

Die beiden Eritreer befinden sich vorläufig in Haft. «Nach den beiden anderen mutmasslichen Tätern wird nach wie vor gefahndet», sagt Graser auf Anfrage der az. 

Augenzeugen sollen sich bei der Kantonspolizei West in Buchs melden. Tel: 062 835 80 20