Aarau
Dreiste Taschendiebin bat bestohlene Aarauer Passantin um Finderlohn

Einer Frau wurde vor einigen Tagen das Portemonnaie gestohlen. Später meldete sich vermutlich die Diebin selber und gab dem Opfer das angeblich gefundene Portemonnaie. Dreist forderte die Unbekannte von der geschädigten Passantin Finderlohn.

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Taschendiebin bat das Opfer um Finderlohn (Symbolbild)

Taschendiebin bat das Opfer um Finderlohn (Symbolbild)

Keystone

Die betroffene Frau hielt sich an einem Nachmittag im Januar im Migros-Restaurant in Aarau auf, als ihr das Portemonnaie aus der Handtasche gestohlen wurde.

Einige Tage später erhielt sie einen Anruf von einer unbekannten Frau. Diese erklärte, das Portemonnaie im Zug gefunden zu haben. Die Bestohlene traf sich dann in der Stadt mit der Unbekannten, welche ihr das Portemonnaie übergab.

Dann forderte diese umgehend einen Finderlohn von 150 Franken, was die Eigentümerin des Portemonnaies auch bezahlte. Zusammen mit dem entwendeten Bargeld entstand für sie damit ein finanzieller Schaden von rund 400 Franken.

Dreiste Tat ist kein Einzelfall

Inzwischen hat das Opfer von einer Bekannten gehört, dass ihr genau das Gleiche widerfahren sei. Daher hat die Frau heute bei der Polizei Anzeige erstattet.

Die Umstände deuten darauf hin, dass die Täterschaft dieses Vorgehen auch anderswo angewendet hat. Ob dahinter eine oder mehrere Personen stehen, ist unklar. In den beiden bekannten Fällen ist eine 35- bis 40-jährige, etwa 160 cm grosse Osteuropäerin mit langen, ungepflegten Haaren aufgetreten. Sie sprach gebrochen deutsch.

Die Kantonspolizei warnt allgemein vor Taschendieben, welche angesichts der täglich eingehenden Anzeigen sehr aktiv sind.

Sollte sich eine Finderin unter ähnlichen Umständen melden, sollte vor einem Treffen die Polizei (Notruf 117) verständigt werden. (sha)