Aarau

Drei Jahre nach Rockwell-Sprengung: Der neue GastroSocial-Tower ist eröffnet

Die Sprengung des 11-stöckigen Rochwell-Hochhauses in Aarau war ein Spektakel. Drei Jahre später steht dort jetzt ein neues Hochhaus. Am Freitag wurde der GastroSocial-Tower eröffnet – ein Rundgang.

Hochhaus-Einweihung Gastro Social in Aarau

Hochhaus-Einweihung Gastro Social in Aarau

Die Sprengung des 11-stöckigen Rochwell-Hochhauses in Aarau war ein Spektakel. Drei Jahre später steht dort jetzt ein neues Hochhaus.

«D’Ussicht isch prächtig», sagt die betagte Dame zu ihrem Begleiter und blickt auf die Jurahöhen, «wämmer doch nomol go schaffe?»

Zwei Räume weiter schwelgt ein Herr in Erinnerungen. Aus dem Blickwinkel auf die Telli hat er erkannt: «Hier war früher mein Büro.»

Früher, das war allerdings noch zur der Zeit, als das Rockwell-Hochhaus stand, beziehungsweise der Sprecherhof.

Am 8. März 2013 wurde er gesprengt – und gestern nun konnte der neue GastroSocial-Tower an selber Stelle feierlich eröffnet werden.

Das Video: Die Sprengung des Sprecherhofs

Das Video: Die Sprengung des Sprecherhofs

430 Tonnen Naturstein prägen das Stadtbild von Aarau. Ein Rundgang im dreizeihn-stöckigen Bürohochhaus zeigt: Da wurde ein topmodernes, funktionales Gebäude geschaffen.

Im zwölften Stock, fast ganz oben, wo künftig die Direktion ansässig sein wird, liegt dunkles Parkett. Betreten darf man es noch nicht, es wurde eben erst behandelt.

Dabei würden die Besucher doch so gerne noch näher an die Fensterfronten herangehen und den atemberaubenden Blick geniessen, der sich in dieser Höhe bietet.

Die Gäste der Eröffnungsfeier kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Im Erdgeschoss verleiht ein Herr seiner Begeisterung über den eindrucksvollen Eingangsbereich lautstark Ausdruck. «DAS ist ein Atrium», ruft er, «nicht so schmörzeli-bünzeli Zeug».

Leise Töne der Kritik sind schon auch zu hören – dem einen gefällt der Teppichboden in den unteren Etagen nicht, der andere findet die Büroausstattung zu kühl – aber generell scheinen die Besucher vom Bau eingenommen zu sein. Das freut auch Architekt Beat Schneider (Schneider & Schneider), der seinen Bau dank nahem Büro nun jeden Tag vor Augen hat.

Was war am Bau des GastroSocial-Towers denn besonders herausfordernd? «Ein Hochhaus zu bauen, ist immer anspruchsvoll», sagt Schneider.

Logistisch sei es schwieriger als ein Flachbau, das Treppenhaus fungiere als Nadelöhr. «Wir haben oben noch betoniert und unten bereits die Fenster montiert», erzählt er.

Noch sind die rund 230 Mitarbeitenden der Sozialversicherung GastroSocial (Ausgleichs- und Pensionskasse) nicht umgezogen, Zügeltermin ist der 1. April.

Sicher ist: Weil sich die Grossraumbüros rund um den Gebäudekern mit Treppenhaus und Lift reihen und mit riesigen Fensterfronten ausgestattet sind, kommt jeder in Genus der Aussicht.

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