Super League
Drei Jahre nach dem bittersten Moment ist Aarau wieder bei GC zu Gast

Der bitterste Augenblick der siebenjährigen Amtszeit von FCA-Präsident Alfred Schmid: Es ist das Spiel gegen GC von drei Jahren. Es ging mit 1:4 verloren und bedeutete den Abstieg von Aarau. Heute Abend gastiert Aarau bei GC. Nimmt Aarau Revanche?

Ruedi Kuhn
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Der bitterste Augenblick der siebenjährigen Amtszeit? Alfred Schmid hält kurz inne. Dann blickt der Präsident des FC Aarau auf den grössten Tiefschlag zurück und sagt: «Das ist der Abstieg in die Challenge League vor drei Jahren. Der Frust war riesig. Ich habe mich damals mit der Tatsache getröstet, dass mit Ausnahme von GC jede Mannschaft abgestiegen ist. Mir war klar, dass ich als Abstiegspräsident des FC Aarau in die Geschichte eingehen werde», fügt Klubboss Alfred Schmid hinzu. «Weil ich ein positiv denkender Mensch bin, schaute ich nach vorne. Ich wollte möglichst schnell Aufstiegspräsident werden. Das habe ich nun geschafft.»

Zurück zum Tag der Relegation, zurück zum 13. Mai 2010, als der FC Aarau nach einer 1:4-Niederlage gegen GC und eine Runde vor Abschluss der Saison 2009/10 als Absteiger feststand. Drei Jahre später heisst der Gegner wieder GC.

Die Vorzeichen für das Spiel in der dritten Runde der Super League im Letzigrund sind ähnlich wie vor drei Jahren. Die Zürcher sind Favorit. Der gute Saisonstart mit dem Gewinn von vier Punkten aus zwei Spielen gegen St. Gallen (2:0) und Basel (1:1) unterstreicht die Qualität der Mannschaft von Trainer Michael Skibbe.

Noch vier Spieler sind heute dabei

Mit Sandro Burki, David Marazzi, Artur Ionita und Joël Mall sind heute noch vier Spieler im Kader des FC Aarau, die den Abstieg live miterlebten. Burki und Marazzi standen vor gut drei Jahren in der Startformation. Marazzi erinnert sich an den rabenschwarzen Tag und sagt: «Wir haben gegen Ende der Saison und nach dem Trainerwechsel von Martin Andermatt zu Ranko Jakovljevic dreimal in Folge gewonnen.

Damit kehrte die Hoffnung auf ein Happy-End zurück. Nach dem 1:4 gegen GC war aber alles vorbei. Der Schmerz sass tief», fügt Marazzi hinzu. «Wir sind allerdings schnell wieder aufgestanden. Der Aufstieg drei Jahre später ist ein sportliches Highlight, das ich nie vergessen werde. Und der 4:2-Sieg im Brügglifeld gegen Luzern hat gezeigt, wozu der FC Aarau in der höchsten Spielklasse fähig ist.»

Marazzi momentan nur Joker

Marazzi spielt seit 2008 für den FC Aarau. Sein Vertrag wurde im Frühling um ein Jahr verlängert. Der 28-Jährige muss sich momentan trotz zusätzlicher Trainingseinheiten mit einer Jokerrolle begnügen, will aber nicht klagen und sagt: «Natürlich ist der Stammplatz das Ziel, aber die Konkurrenz mit Davide Callà, Sven Lüscher und Remo Staubli ist gross. Die Arbeit auf dem Spielfeld ist das Eine, die Arbeit neben dem Spielfeld das Andere. Ich will meine Erfahrung den jungen Spielern weitergeben.» Und wer weiss? Verbessert Marazzi die körperliche Fitness, so kommt er im Verlauf dieser Saison zum einen oder andern Einsatz von Beginn an. Zu gönnen wäre es dem Publikumsliebling allemal.