Eine Aargauer Familie nimmt einen 12 Wochen alten Chow-Chow aus dem Türkei-Urlaub mit nach Hause. Doch die Familie hat sich nicht über die Vorschriften informiert und nicht die nötigen Bewilligungen eingeholt. Der Hunde-Import war illegal, denn der Vierbeiner war nicht gegen Tollwut geimpft, wie TeleM1 berichtet. 

Die Türkei gilt als eines der Tollwut-gefährdeten Länder. Die Krankheit bemerkt man erst, wenn sie schon ausgebrochen ist. "Dann ist es zu spät und dann ist es auf jeden Fall tödlich", erklärt die Aargauer Kantonstierärztin Barbara Thür zum Regionalsender. Dazu kommt: Bricht die Tollwut aus, kann das Tier bereits weitere Artgenossen infiziert haben. 

Doch der kleine Hund befindet sich zurzeit in Quarantäne in der Tierklinik Aarau West in Oberentelden. Und nicht nur das: Ihm droht nun sogar, eingeschläfert zu werden. "Das Risiko, dass der Hund Tollwut hat, sich jemand ansteckt und daran stirbt, das können wir nicht eingehen", sagt Tierarzt Christoph Gloor zu TeleM1. "Insofern befinden wir uns in einem Zwang", erklärt er. 

Zwar könnte man den Chow-Chow jetzt noch impfen. Doch dann müsste er 100 Tage ohne Kontakt zu Menschen und anderen Tieren in Quarantäne verbringen. Eine grosse Qual für den Vierbeiner.

Der Chow-Chow ist mit seinem Schicksal nicht allein: Laut der Schweizerischen Tollwutzentrale müssen jedes Jahr Dutzende Tiere im Land eingeschläfert werden, weil sie aus einem Risikoland mitgenommen wurden.