Dorfzentrum
Die Tage des Schandflecks von Hirschthal sind gezählt

Im Zentrum des Dorfes tut sich einiges. Als Nächstes findet der Baustart für die fünf «Talstrasse»-Mehrfamilienhäuser statt.

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Der längst geschlossene «Frohsinn» (r.) wird verschwinden. Wie es mit dem Hochstudhaus (l.) weitergeht, ist offen.

Der längst geschlossene «Frohsinn» (r.) wird verschwinden. Wie es mit dem Hochstudhaus (l.) weitergeht, ist offen.

Urs Helbling

Seit Jahren ist die zerfallende Ruine des ehemaligen Restaurants Frohsinn ein Schandfleck in Hirschthal. Seit einigen Jahren wird ein neues Dorfzen-trum rund um die Kreuzung der Haupt- und der Tal-/Holzikerstrasse geplant. Und jetzt kommt einiges in Bewegung.

Übernächste Woche, am 9. August, beginnt der Aushub für die Überbauung «Talstrasse». Sie kommt in die südliche Ecke der Kreuzung Tal-/Hauptstrasse zu liegen. Das Projekt für 44 Wohnungen, Gewerberäume und eine Einstellhalle lag im Herbst 2019 auf. Die fünf Mehrfamilienhäuser sind längst baubewilligt. Der Baustart verzögerte sich aber wegen eines Besitzerwechsels. Neu ist die UTA Sammelstiftung (Kleindöt- tingen) die Investorin. Laut der Projektentwicklerin Corpora entstehen Mietwohnungen im mittleren Preissegment.

«Frohsinn»-Wettbewerb bis Ende Jahr

In der nördlichen Ecke Tal-/Hauptstrasse («Seite «Frohsinn») sind die Eigentumsverhältnisse zwischenzeitlich derart geklärt, dass drei Architektur-Teams für einen Projektwettbewerb eingeladen werden konnten. Überbaut werden sollen neben dem «Frohsinn» und der ehemaligen Käserei auch die dahinterliegende Wiese, wie das im Rahmen einer Testplanung 2018 aufgegleist worden ist. Der Projektwettbewerb wird Ende Jahr abgeschlossen, die Ergebnisse werden im Januar 2022 der Öffentlichkeit im Rahmen einer Ausstellung vorgestellt. Danach muss die Projektierung weitergetrieben und ein Gestaltungsplan ausgearbeitet werden. Baubeginn ist wohl frühestens im Jahr 2024.

Auf der gegenüberliegenden Seite der Hauptstrasse ist der Ausbau der Haltestelle der AVA (ex WSB) das zentrale Thema. Es geht um die Behindertengerechtigkeit und die Verlängerung der Perrons für die neuen Doppeltraktionen (total 120 Meter lang). Die AVA wird nun bis im Frühling 2022 ein Vorprojekt ausarbeiten. Klar ist, dass wegen des AVA-Platz- bedarfs die Hauptstrasse leicht nach Osten (Richtung «Frohsinn») verschoben wird. Und denkbar ist, dass das Gebäude Alte Post (in der Südwestecke der Kreuzung Haupt-/Holzikerstrasse) dem Ausbau weichen muss.

In der Schwebe ist, wie es mit dem Hochstudhaus in der Nordwestecke der Kreuzung Haupt-/Holzikerstrasse weitergeht. Der Besitzer hat den stark renovationsbedürftigen Bau für 1,75 Millionen Franken zum Verkauf ausgeschrieben (der Umbauaufwand wird mit einer Million Franken angegeben). Sollte sich für die angestrebte Verschiebung des Hochstudhauses aus dem Jahr 1803, mit Wiederaufbau auf neuem Kellergeschoss, kein Investor finden lassen, scheint nun eine Umplatzierung innerhalb der Gemeinde auch wieder ein Thema zu werden. Die Diskussionen gehen weiter. (uhg)

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