Am 26. November haben die Gränicher Stimmberechtigten nicht nur über das Budget, sondern auch über den Verpflichtungskredit für die Sanierung des Dorfschulhauses zu befinden. Der 1890 als Bezirksschulhaus errichtete, unter kantonalem Schutz stehende Mauerbau ist das letzte Gränicher Schulgebäude, das an die heutigen Nutzerbedürfnisse angepasst werden muss.

Sanierungsbedarf besteht in vielen Bereichen, so auch bei den sanitären Anlagen: Die Klassenzimmer müssen mit Warmwasser versorgt werden. Der Lift muss sicherheitstechnisch erneuert werden. Betriebseinrichtungen wie interaktive Wandtafeln, IT, WLAN müssen modernisiert werden.

Auf eine wärmetechnische Sanierung wird dagegen bewusst verzichtet. Eine Sanierung mit Aussenisolation ist nicht machbar, weil das Fassadenbild des Schutzobjektes zwingend erhalten werden muss. Eine Innenisolation würde die Entfernung des zeittypischen Wandtäfers erfordern. «Bedingt durch den grossen Fensterflächenanteil», schreibt der Gemeinderat, «wäre hier eine Innendämmung wenig effizient». Eine wärmetechnische Sanierung des Dachs wäre äusserst aufwendig.

Das Sanierungskonzept für das heute von Textilem Werken, Primarschule und Aufgabenhilfe genutzte Gebäude geht von einem erforderlichen Kredit von 1,1 Mio. Franken aus. (uw)