Aarau
Doppeltes Ja zum Stadion – das sind nun die fünf grössten Hindernisse bis zum ersten Spiel

Der Einwohnerrat Aarau hat deutlich Ja gesagt zu den beiden Vorlagen – das Stadionprojekt ist damit einen grossen Schritt weiter. Doch es bleiben noch einige Hindernisse, bis der erste Anpfiff im Stadion im Torfeld Süd erfolgen kann.

Urs Helbling
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Kopie von Aarauer Stadionprojekt mit Hochhäusern (Plan B)
12 Bilder
Um das Stadion im Torfeld (Platz für 10'000 Besucher) sollen vier unterschiedlich hohe Wohntürme gebaut werden.
Die Einnahmen aus den vier geplanten Hochhäusern sollen das Stadion mitfinanzieren.
Modell-Ansicht: Das Stadion mit den vier Hochhäusern (von Südosten her gesehen).
Die Modell-Ansicht von der Echolinde aus zeigt, wie sich die Silhouetten der vier geplanten Hochhäuser (rechte Bildhälfte) im Stadtbild machen würden. Am linken Bildrand ist das Telli-Hochhaus zu sehen (80 Meter hoch), rechts davon das AEW-Hochhaus (60 Meter hoch).
Bauherrin des Stadions ist die HRS.
Visualisierung: So soll es beim neuen Aarauer Stadion aussehen.
Der Verein "Unser Stadion" ist gegen das Projekt im Torfeld Süd: Er favorisiert für das neue Aarauer Fussballstadion den Standort Obermatte in Buchs.
Ende August 2019 sagte der Einwohnerrat Aarau Ja zu zwei Stadion-Vorlagen. Im November stimmt das Aarauer Volk ab. Im Bild: Stadtpräsident Hanspeter Hilfiker (M. FDP) und Stadrätin Suzanne Marclay (FDP) während der Debatte im Einwohnerrat.
Vor der Debatte: Alfred Schmid (l.), aktueller Präsident des FC Aarau, und Philipp Bonorand, sein Nachfolger im Spalier der FCA Junioren vor dem Parlamentsgebäude. aufgenommen vor der Stadion Debatte des Einwohnerrat Aarau am 26. August 2019. "mein stadion, mein quartier, unsertorfeld.ch"
Vorderhand trägt der FC Aarau seine Spiele weiterhin im Stadion Brügglifeld aus. (Bild vom Match zwischen dem FC Aarau und dem FC Basel 1893 am 15. Mai 2014.)
25. Juli 2019: Das Stadion Brügglifeld hat eine neue Bestuhlung auf der Sitzplatz-Tribüne erhalten.

Kopie von Aarauer Stadionprojekt mit Hochhäusern (Plan B)

Zur Verfügung gestellt

Der Einwohnerrat hat die «Teiländerung Nutzungsplanung Torfeld Süd, Stadion 2017» am Montagabend nur unter Vorbehalt angenommen. Denn sie ist auf der neuen Bau- und Nutzungsordnung (BNO) der Stadt Aarau aufgepfropft, die vom Regierungsrat zwar für «genehmigungsfähig» erklärt worden, aber noch nicht definitiv genehmigt ist.

Grund: Es ist immer noch eine Stimmrechtsbeschwerde beim Bundesgericht hängig. Sollte diese – wider erwarten – gut geheissen werden, stünde man vor einem Scherbenhaufen. Eine weitere Verzögerung für den Bau des Aarauer Stadions wäre die Folge.

  • Gegen die «Änderung Gestaltungsplan Torfeld Süd» sind drei Einwendungen (eine mit 157 Unterschriften) eingegangen. Es folgen nun die Einspracheverhandlungen. Anschliessend wird der Stadtrat entscheiden. Der Gestaltungsplan muss dann auch vom Kanton genehmigt werden. Ein Weiterzug dieses Entscheids ans Verwaltungsgericht etc. ist möglich.
  • Am 24. November finden die Volksabstimmungen über die «Teiländerung Nutzungsplanung Torfeld Süd, Stadion 2017» und den 17-Mio-Kredit statt.
  • Die Baugesuche für das Stadion und die vier Hochhäuser werden wohl 2020 aufgelegt. Es dürfte Einsprachen geben. Deren Behandlung dürfte mindestens zwei Jahre in Anspruch nehmen.
  • Die HRS muss Investoren für die Hochhäuser finden (Voraussetzung dafür ist eine rechtsgültige Baubewilligung). Im Gespräch ist die Ortsbürgergemeinde, die die Hälfte des kleinsten Wohnturms übernehmen könnte.
  • Der Baubeginn dürfte nicht vor Ende 2022 erfolgen. Der Bau wird rund drei Jahre in Anspruch nehmen. Die Inbetriebnahme des Stadions ist vor Abschluss des Gesamtprojektes möglich.

Drohnenflug über das Areal Torfeld Süd in Aarau (16.8.2019)