Es reichte knapp: Mit 231:224 Stimmen sagte die Gmeind Ja zum Kredit für die Erarbeitung eines Kommunalen Gesamtplans Verkehr (KGV). Dass ein Scherbenhaufen ausblieb, war das Verdienst von FDP und Gemeinderat. Die FDP brachte den Antrag ein, der dem umstrittenen Geschäft die Spitze nahm. Der Gemeinderat zeigte sich mehrfach konziliant und bot ausdrücklich Hand zu der von der FDP vorgeschlagenen Lösung. Zudem bewies Gemeindepräsident Marco Genoni bei der Verhandlungsführung eine geschickte Hand.

Einen Pferdefuss sahen viele darin, dass der KGV nach dem Ja zum 150 000-Franken-Kredit allein in der Hand des Gemeinderates hätte liegen sollen. Dieser stellte zwar eine breite Mitwirkung in Aussicht. Doch deren Ergebnisse verpflichten den Gemeinderat zu nichts. FDP-Präsident Urs Zimmermann stellte daher den Antrag, dass der fertige KGV vor der Genehmigung durch den Regierungsrat einer ordentlichen Gemeindeversammlung zu unterbreiten sei.

Gemeinderat Thomas Baumann erklärte, zuständig sei der Gemeinderat, weil der KGV behörden-, nicht aber grundeigentümerverbindlich sei. Die Behörde habe aber nichts zu verbergen und könne daher auch kein Problem darin erkennen, die einzelnen Sachpläne vor die Gmeind zu bringen.

350 Stimmberechtigte unterstützten den FDP-Antrag. 84 hätten es vorgezogen, den Souverän von der Entscheidung auszuschliessen. Die «Zusatzschlaufe» sei wichtig, sagte FDP-Grossrätin Maja Riniker. Sie helfe mit, das verloren gegangene Vertrauen zurückzugewinnen. Aufgrund des Versprechens, das Riniker Baumann abrang, wonach der Gemeinderat nicht plane, auf privatem Grund eine Parkplatzbewirtschaftung einzuführen, kann man auch bei «Pfister» Entwarnung geben. Die Sorge, dass die Kundschaft in jene Möbelhäuser abwandern könnte, die keine Parkgebühr erheben, ist wieder vom Tisch. So gesehen, gab es abgesehen von den – allerdings zahlreichen – grundsätzlichen Gegnern eines KGV nur Sieger.

Ums Parkieren ging es auch unter Varia: Mit 211 Ja gegen 132 Nein wurde ein Überweisungsantrag von Rolf Müller gutgeheissen. Dieser fordert den Gemeinderat auf, auf den frühestmöglichen Zeitpunkt für das ganze Gemeindegebiet eine Parkierungsbeschränkung auf drei Stunden (Montag bis Freitag zwischen 8 und 19 Uhr, samstags zwischen 8 und 17 Uhr) vorzulegen.