Aarau
Digitale Medien: Die Schüler wissen um die Gefahren und negativen Aspekte

Eine Umfrage des Aarauer «Schulboten» zeigt: Schüler sind sich bewusst, dass digitale Medien auch Gefahren in sich bergen. So sagen sie beispielsweise, dass digitale Medien «vom wahren Leben ablenken». Sie machen sich auch Gedanken über die Umwelt.

Janine Müller
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71 Prozent der Befragten besitzen ein Handy. (Symbolbild)

71 Prozent der Befragten besitzen ein Handy. (Symbolbild)

© Eric Audras/Onoky/Corbis

Aarau Cybermobbing, Verletzung der Privatsphäre oder Internetsucht: Neuen Medien haben nicht nur positive Seiten und oft sind Kinder und Jugendlichen die negativen Auswirkungen nicht bewusst. Könnte man meinen. Eine Umfrage des Aarauer «Schulboten» unter 111 Schülerinnen und Schülern in fünf Klassen des sechsten Schuljahres zeigt, dass diese durchaus um die Gefahren wissen. Der Medienkompetenz-Unterricht scheint erfolgreich zu sein.

«Lenkt vom wahren Leben ab»

Von den Befragten besitzen 71 Prozent ein eigenes Handy. Über ein Drittel gibt an, zwischen einer Stunde bis über zwei Stunden pro Tag vor dem Bildschirm zu verbringen. Die Schüler nennen bei den Nachteilen beispielsweise das Problem, dass digitale Medien «vom wahren Leben ablenken. Man hängt nur noch am Handy und Computer und vergisst zu lernen». Oder: «Über Facebook kann ich von einem Fremden angesprochen werden. Es kann gefährlich sein.»

Auch über die Umweltverschmutzung, über Mobbing mit Bildern und über eine mögliche Sucht machen sich die Kinder Gedanken. Sie ärgern sich auch darüber, wenn Kameraden das Handy angeschaltet haben. «Der Klingelton kann nerven», schreiben die Schüler. Trotzdem schätzen sie den raschen Austausch mit Freunden und Familie. Oder dass man mit dem Handy Fotos machen kann.

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