Ab Sonntag braust die WSB nicht mehr einfach mit 80 km/h durchs Aarauer Torfeld. Dann hält sie an – wenn denn jemand aus- oder einsteigen will. Das wird zumindest in der Anfangsphase nicht allzu oft der Fall sein. Denn das Torfeld ist noch immer ein Entwicklungsgebiet – auch wenn in den nächsten Wochen der neue Hauptsitz der IBAarau (ab 1. Januar Eniwa) belebt wird. Es fehlt das Stadion. Aber dieses war gestern an der Einweihungsfeier der neuen Haltestelle omnipräsent. So sagte etwa Stadtpräsidentin Jolanda Urech: «Der öffentliche Verkehr ist dem Fussball voraus.» Und: «Ich wünsche mir, dass die Odyssee des Stadions endlich und zeitnah ein Ende findet.»

Für Landammann Stephan Attiger ist die Haltestelle Torfeld «eine gute Investition in die Zukunft». Auch er gab seiner Hoffnung Ausdruck, die Entwicklung möge jetzt zügig vorangehen: «Insbesondere beim Stadion.» Attiger wies darauf hin, dass vor einem Jahr die Verbindungsspange Buchs eröffnet worden ist. Sie soll im Jahr 2025 täglich von 9000 Fahrzeugen genutzt werden.

Laut WSB-Verwaltungsratspräsident Kaspar Hemmeler konnte das Budget eingehalten werden: «Sieben Monate haben wir gebaut, drei Millionen Franken hat es gekostet.» Die Haltestelle hat einen breiten Perron und ein elegantes Dach. Es gibt aber erst ein Gleis. Für das zweite, das Ausweichgleis, ist alles vorbereitet. Es kann rasch gebaut werden, wenn Bedarf besteht.

Passerelle wird 2018 gebaut

Schon im kommenden Jahr wird die Passerelle über die SBB-Gleise vom Torfeld Süd ins Torfeld Nord erstellt. Das erklärte Stadtpräsidentin Jolanda Urech an der Haltestellen-Eröffnung. Sie betonte: «Der Neubau kommt zum richtigen Zeitpunkt.»

WSB-Präsident Hemmeler erklärte: «Im Torfeld befindet sich das Aarauer Entwicklungsgebiet schlechthin.» Er sprach von «einer Boomregion» und davon, dass die WSB mit ihrer Haltestelle «einmal mehr ein Pionier» sei. Stadtpräsidentin Urech sagte es so: «Der neue, aufstrebende Stadtteil wird dank der WSB noch besser.»