Auenstein/Rupperswil

Dieser Brückenbau ist ein Ereignis: «Wir haben sehr treue Zuschauer»

Von den beiden Autobrücken aus kann man die Bauarbeiten gut beobachten.

Von den beiden Autobrücken aus kann man die Bauarbeiten gut beobachten.

Der Bau zweier Brücken zwischen Rupperswil und Auenstein kommt gut voran – und stösst auf grosses Interesse.

Nicht nur in Aarau wird eine Brücke gebaut – derzeit die Hilfsbrücke für den «Pont Neuf» –, sondern auch wenige Kilometer weiter flussabwärts. Zwischen Auenstein und Rupperswil, mitten im Auengebiet, baut der Kanton zwei Fuss- und Radwegbrücken über die Aare und über den Unterwasserkanal des Kraftwerks. Wie bei der Aarauer Hilfsbrücke stossen auch diese Bauarbeiten auf grosses Interesse: «Wir haben sehr treue Zuschauer», sagt Projektleiter Guido Sutter vom Departement Bau, Verkehr und Umwelt. «Leute, die unterwegs sind, etwa in die Badi, halten bei uns an. Es gibt sogar Stammgäste – eine Zeit lang kamen Zuschauer fast jeden Tag für mehrere Stunden.»

Die Hauptarbeiten laufen seit Juni, zuvor wurde gerodet. Laut Sutter sind die Bauarbeiten auf Kurs, obwohl sich bei den Rammarbeiten der Flussgrund teilweise als härter herausstellte als erhofft. Bei der Brücke über die Aare wurden bereits zwei der vorfabrizierten Pfeiler gesetzt, derzeit sind die Arbeiter am dritten Pfeiler (von vier) beschäftigt. Und bei der Brücke über den Unterwasserkanal des Kraftwerks sind die Spundwandkästen für die zwei Pfeiler mittlerweile gerammt. Diese Woche wurde das erste Pfeiler-Fundament betoniert. «Ziel ist, Ende September alle Arbeiten im Wasser abzuschliessen», so Sutter. Das ist wegen der Fisch-Schonzeit, die im Oktober beginnt, auch dringend nötig. Ab dann bräuchte es eine Ausnahmebewilligung für die Arbeiten, und ob diese erteilt würde, ist ungewiss.

Sutter ist aber zuversichtlich, dass der Termin eingehalten werden kann. Danach folgen die Arbeiten an den Widerlagern im Uferbereich und der Aufbau der Holzkonstruktion auf den Brücken. Für Letztere ist die Firma Schäfer aus Aarau verantwortlich. Eingeweiht werden sollen die Brücken im April 2020.

Seit einigen Wochen wird der Verkehr im Bereich der Baustelle mit Ampeln geregelt. Die beiden nur einspurig befahrbaren Autobrücken sorgen seit je für Rückstaus – auch, weil nicht alle Autofahrer die Vortrittsregelung verstehen.

Laut Guido Sutter haben die Ampeln aber nichts mit der Brückenbaustelle zu tun – sondern mit jener an der Kantonsstrasse in Biberstein. Diese hatte, besonders wegen der zehnwöchigen Vollsperrung, für deutlichen Mehrverkehr auf der Strecke Auenstein–Rupperswil gesorgt. «Es kam zu verlängerten Rückstaus auf der Insel zwischen den beiden Brücken», sagt Sutter. Mit den Ampeln laufe es nun besser. Sie bleiben vorläufig stehen, obschon die Vollsperrung in Biberstein wieder aufgehoben ist.

Apropos Vollsperrung: Wegen Bauarbeiten an der Kantonsstrasse ist die Strecke südlich der Brücken, ab Kreisel Rupperswil bis zum Auweg, vom Mittwoch, 4. September, bis bis Freitag, 6. September, gesperrt. Eine Umleitung wird signalisiert.

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