Tornado-Opfer gerettet
Dieser Aarauer Arzt ist in Missouri berühmt

Ray Vetsch, ein Thorax-Chirurg aus Aarau, schaffte es mit der Rettung eines Tornado-Opfers in die meist gelesene Illustrierte Amerikas, dem «People»-Magazin. Das junge Leben gehört Mason Lillard.

Sabine Kuster
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So berichtete das amerikanische Magazin über den Helden aus Aarau.

So berichtete das amerikanische Magazin über den Helden aus Aarau.

Sie sass am 22. Mai 2011 in einem Lastwagen, der von einem Tornado zerquetscht wurde. Ein Jahr später erzählte die vollständig genesene 5.-Klässlerin dem amerikanischen Magazin, sie habe damals gebetet und ein Lied von Carrie Underwood gesungen. Ausserdem seien ihr zwei Engel erschienen: «Der eine mit blondem Haar, der andere mit braunem.» Eine Eisenstange hatte ihre Lunge durchbohrt. Als die Feuerwehrmänner die Stange zerschnitten, habe es geschmerzt, «als würden 500 Bienen stechen».

In der Privatklinik von Jopplin entfernte Dr. Ray Vetsch die Stange. Er war während des Tornados nur 100 Meter entfernt in der Klinik mit einer Herzoperation beschäftigt gewesen. Es sei die schrecklichste Verletzung in dieser Nacht gewesen, so Vetsch. Das Mädchen habe einen phänomenalen Willen durchzuhalten gehabt. Eine Woche lang lag sie im künstlichen Koma und musste 11 Operationen über sich ergehen lassen. Ray Vetsch, der so zum Helden von Joplin wurde, lebt seit 25 Jahren in Amerika. Er kommt jedoch regelmässig am Maienzug nach Aarau und besucht seine Eltern, so auch dieses Jahr. Sein Vater ist stolz auf seinen Helden in den USA, so stolz, dass er diese Geschichte dem «Sonntag» erzählt hat.

Ray Vetsch hat in Aarau die Bezirks- und die Kantonsschule besucht und in der Schweiz das Staatsexamen sowohl in deutscher als auch in englischer Sprache absolviert. Darauf liess er sich in Amerika und Kanada weiterbilden.

Ray Vetsch lebt und arbeitet in den USA, da er dort als Kunstflieger bessere Bedingungen zum Fliegen hat als in der Schweiz. Er besitzt in Jopplin mehrere Flugzeuge.

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