Stabil wie die Tragkonstruktion der Kettenbrücke –  so soll auch die kleine Velobrücke beim Aarauer Kreuzplatz gebaut werden. Im Projekt, das noch bis zum 15. Januar im Rathaus einzusehen ist, ist die Lebensdauer der Brückenbasis auf 100 Jahre definiert. 50 Jahre lang sollen die Lager und das Geländer halten, 25 Jahre der Belag. «Robust, dauerhaft und unterhaltsam», das sind die geforderten Eigenschaften der Velo- und Fussgängerbrücke.

Vorbei am heiklen Kreuzplatz

Lange haben die Velofahrer aus Rohr und Buchs auf die Brücke warten müssen, jetzt, wo sie kommt, soll sie lange halten. Knapp 1,4 Millionen Franken sind dafür budgetiert, sechs Monate dauert die Bauzeit.

Die Brücke soll Velofahrer und auch Fussgänger künftig direkt vom Aarauer Bahnhof nördlich den Geleisen entlang und parallel zur bestehenden Eisenbahnbrücke am Zeughaus vorbei ins Torfeld Nord leiten. So kann der verkehrsreiche und für Velofahrer unangenehme Kreuzplatz umgangen werden.

Die Brücke wird gemäss den Plänen auch vom Kreuzplatz her erreichbar sein, um von da bequemer zum Bahnhof zu kommen. Der Routenverlauf im Industriequartier Torfeld Nord ist noch nicht definitiv. Sicher werden die Velofahrer von da auf einem bestehenden Weg zur Rohrerstrasse gelangen, doch die Route soll eigentlich direkt durchs Quartier weiter Richtung Buchs führen. Aufgrund der «betrieblichen Abläufe im Areal» könne dort eine Parzelle nicht problemlos gequert werden, sagte Stadtrat Werner Schib im September.

Details sind deshalb bis jetzt nur zur Brücke bekannt: Eine Spannbetonbrücke aus braunrot eingefärbtem Beton soll es sein. Die Farbe soll sie deutlich von der bestehenden Eisenbahnbrücke abheben. 44 Meter lang und 5 Meter breit wird der Fahr-, bzw. Fussweg. 16 Tonnen wird die Brücke tragen können, damit auch ein Schneepflug sie befahren kann.

Beleuchteter Handlauf

Die Beleuchtung ist mit LED-Lämpchen, die in den Handlauf eingelassen werden, geplant. Gebaut wird die Brücke mit einem Sicherheitsabstand von 6 Metern zur bestehenden Brücke und am Schluss verschoben.

Entworfen hat die Brücke der Luzerner Architekt Eduard Imhof, das Ingenieurbüro ist Bänziger Partner AG aus Baden. In Solothurn hat dieses Team bereits die grosse Rötibrücke und in Olten ebenfalls eine neue Brücke über die Aare gebaut. Beim Wettbewerb um die neue Kettenbrücke wurde nur der 4. Rang erreicht, was man beim Ingenieurbüro immer noch bedauert.