Der Sturm Burglind hat auch den Wäldern des Forstbetriebs Region Aarau zugesetzt. Allerdings, lässt Stadtoberförster Christoph Fischer auf Anfrage der AZ durchblicken, sei man noch verhältnismässig gut davongekommen. Weit besser etwa als der benachbarte solothurnische Forstkreis Olten-Gösgen, der laut dem dort zuständigen Kreisförster Werner Schwaller erhebliche Flächenschäden zu beklagen hat.

In seinem Bereich, sagt Fischer, sei es dagegen praktisch nur zu Streuschäden gekommen. Registriert wurde viel Bruchholz, wobei Nadel- und Laubholz gleichermassen betroffen waren. Die Schadholzmenge beziffert der Stadtoberförster auf immerhin rund 2000 bis 2500 Kubikmeter. «Das entspricht», so Fischer, «rund einem Viertel bis einem Drittel einer Jahresnormalnutzung.»

Als stadtnahe Schadensschwerpunkte nennt er Waldgebiete im Stadtteil Rohr, dazu Gönert und Oberholz sowie weiter südlich den Junkerenwald ob Schlossrued und den Buechlisberg nordöstlich von Schöftland.

Zuerst Hauptstrassen geöffnet

Am Montagnachmittag hat Fischer den Vorstand des Forstbetriebs Region Aarau über die bisher getroffenen Massnahmen informiert. In erster Priorität wurden gleich nach dem Sturm in Zusammenarbeit mit der Kantonspolizei blockierte Hauptstrassen geöffnet. Dabei ging es um die Verbindungen Rohr–Rupperswil, Wöschnau–Eppenberg sowie Entfelden–Schönenwerd.

In zweiter Priorität machte man sich, zusammen mit der Feuerwehr, ans Öffnen von Quartierstrassen und wichtigen Waldstrassen – solchen etwa, die Reservoirs und Waldhäuser erschliessen. Diese Arbeiten, sagte der Stadtoberförster gestern, würden bis Montagabend abgeschlossen sein.

Die übrigen Waldstrassen, jene von untergeordneter Bedeutung also, sollen im Verlauf der Woche geöffnet werden. Ebenfalls in den folgenden Tagen wird gemäss Christoph Fischer die Holzerei in Privatgärten, Parks, dem Friedhof, auf der Zurlindeninsel und so weiter an die Hand genommen.

Die Schlagplanung 2018 soll nun überarbeitet und angepasst werden. Der Holzmarkt, so Fischer, werde laufend analysiert. Im Übrigen soll nun zuerst das Nadelholz aufgerüstet werden. Bleibt dieses liegen, kann es im Frühjahr nämlich leicht zu Borkenkäferbefall kommen.