Beim Personal jährlich rund 12 000 Franken einsparen und zugleich als Arbeitgeber attraktiv bleiben. Das war der Spagat, den der Oberentfelder Gemeinderat mit einer Teilrevision des Personalreglements anstrebte: Der Sommergmeind schlug er vor, Dienstaltersgeschenke künftig auf 5000 Franken (oder zehn Ferientage) zu fixieren. (Teilzeitangestellte erhalten das Jubiläumsgeschenk anteilmässig.) Bisher gab es nach Ablauf des zehnten Dienstjahres einen vollen Monatslohn (oder bis zu 20 zusätzliche Ferientage). Dasselbe war nach jeweils weiteren fünf Dienstjahren der Fall.

Im Gegenzug schlug der Gemeinderat vor, eine grosszügigere Ferienregelung zu gewähren: Künftig beträgt der Ferienanspruch der Gemeindeangestellten 25 (ab dem 50. Altersjahr 30) statt 20 Tage.

Anwesend waren 69 von insgesamt 4615 Stimmberechtigten. Eine grosse Mehrheit von ihnen folgte nach kurzer Diskussion dem Gemeinderat und hiess die Teilrevision des aus dem Jahr 2001 stammenden Personalreglements gut.

Die jährlichen Entschädigungen der Gemeinderatsmitglieder bleiben in der Amtsperiode 2018 bis 2021 unverändert. Die Gmeind hat den entsprechenden Antrag des Gemeinderats oppositionslos gutgeheissen. Sprich: Der Gemeindeammann erhält 60 000 Franken, der Vizeammann 27 500 Franken. Die übrigen drei Ratsmitglieder werden mit 22 000 Franken entschädigt. Dazu kommen die üblichen Arbeitgeberbeiträge für die Sozialversicherungen sowie je eine jährliche Spesenpauschale von 1000 Franken.

Gegen vereinzelte Neinstimmen sagte die Versammlung Ja zu einem Bruttokredit in der Höhe von 980 000 Franken für die Sanierung des Kirchfeldwegs und der Hohrainstrasse. Die Strassen sind in einem desolaten Zustand, und es müssen neue Werkleitungen verlegt werden. Einzelne Votanten kritisierten die Kosten als zu hoch. Es sei nicht zweckmässig, zuzuwarten, bis alle Leitungen kaputt seien, machte Markus Werder aber deutlich.

Ohne Gegenstimme gutgeheissen wurden Rechnung und Rechenschaftsbericht 2016. Nach vier defizitären Jahren schloss die Erfolgsrechnung mit einem kleinen Ertragsüberschuss von 4405 Franken ab. Allerdings kam dieses positive Ergebnis, wie der Gemeindeammann gestern bekannt gab, nur dank einer Falschbuchung im Bereich Bauamtsleistungen zustande: Die Belastungen der Wasserversorgung und der Gemeindestrassen waren verwechselt worden. Effektiv hätte sich ein Aufwandüberschuss von 169 640 Franken ergeben. Der Kanton, sagte Markus Werder, habe eine nachträgliche Korrektur aber nicht zugelassen. Er habe einen Ausgleich in der laufenden Rechnung 2017 verlangt. (uw)