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Die Tradition lebt, aber die Kinder bekommen keinen Stumpen mehr

An der alten Fasnacht vertreibt ein Feuer traditionell den Winter.

Sibylle Haltiner
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Über den Unterbau aus Holz schichten die Asper Äste, damit das Fasnachtsfeuer schön brennt.

Über den Unterbau aus Holz schichten die Asper Äste, damit das Fasnachtsfeuer schön brennt.

Die Äste liegen schon lange bereit. Seit dem Herbst haben die Asper dem Holzhaufen immer wieder Material zugefügt, damit gestern Abend der Winter vertrieben werden konnte. Denn jedes Jahr brennt an der alten Fasnacht hoch über dem Dorf ein Feuer.

Wie lange es diesen Brauch bereits gibt, konnte Christian Senn, der das Fasnachtsfeuer viele Jahre lang organisiert hat, nicht sagen. «Bestimmt bereits um 1900 herum, denn mein Grossvater hat es als Kind erlebt», meinte er.

Am Samstagmorgen bereitete eine Handvoll Männer den Unterbau des Feuers vor. Darüber schichteten sie am Nachmittag unter Mithilfe der Bevölkerung das bereitliegende Astmaterial.

Zum Fasnachtsfeuer gehört auch ein Böögg, der verbrannt wird. Je nachdem, wie lange er dem Feuer widersteht, soll der Sommer mehr oder weniger schön werden. Der Anlass beginnt jeweils bereits am Sonntagnachmittag mit einem Grillfest.

Stolz halten die Asper die Tradition aufrecht. Doch etwas hat mit den Jahren geändert: Früher erhielten die Kinder in der Sonntagsschule einen Stumpen, den sie am Fasnachtsfeuer rauchen durften. Das wurde unterdessen abgeschafft.

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