Buchs
Die TNT Swiss Post AG plant den Umzug

Das Logistikunternehmen TNT Swiss Post AG will umziehen. Nur ein Steinwurf weit von den Lagerhäusern Richtung Osten. Vorher muss das landwirtschaftlich genutzte Areal umgezont werden.

Hubert Keller
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Zwischen Strasse und Suhre, südlich der Schrebergärten, plant die TNT Swiss Post AG eine neue Umschlag- und Lagerhalle. Das Areal in der Gewerbezone wird heute landwirtschaftlich genutzt.

Zwischen Strasse und Suhre, südlich der Schrebergärten, plant die TNT Swiss Post AG eine neue Umschlag- und Lagerhalle. Das Areal in der Gewerbezone wird heute landwirtschaftlich genutzt.

Jiri Reiner

«Für unser Unternehmen ist das der Schritt aus der Steinzeit in die Neuzeit», sagt Martin Hächler, Mitglied der Geschäftsleitung der TNT Swiss Post AG. Der internationale Express- und Kurierdienstleister plant nämlich den Umzug von den Lagerhäusern in ein modernes Umschlaglager, das zwischen Suhre und Neubuchsstrasse geplant ist.

«Die heutigen Verhältnisse sind derart verwinkelt und kompliziert, dass wir zwei Drittel der Sendungen dreimal in die Hand nehmen müssen», sagt Hächler. In den neuen Lagerhallen wird ein hoher Automatisierungsgrad angestrebt. «Die Sicherheit an den Arbeitsplätzen wird erhöht, die Arbeitsbedingungen werden verbessert und die Lärmimmissionen minimiert.» Am heutigen Standort beklagen sich die Anwohner im Amsleracherquartier häufig über den Lärm.

Rund 30 Millionen Franken werden die neuen Gebäude und Anlagen kosten. «Wenn der Fahrplan eingehalten werden kann, wollen wir im nächsten Jahr bauen und 2017 einziehen», sagt Hächler.

Ob der Zeitplan eingehalten werden kann, hängt weitgehend von den Bewilligungsverfahren ab. Noch bevor das Baugesuch eingereicht wird, muss das heute landwirtschaftlich genutzte Areal von der Gewerbezone in eine Industriezone überführt werden. Die Pläne und Nutzungsvorschriften dazu liegen bis 24. März öffentlich auf.

Das Vorprojekt sieht ein lang gezogenes Gebäude zwischen Suhre und Neubuchsstrasse vor. Auf der zur Neubuchsstrasse zugewandten Seite überragt ein siebengeschossiger Kopfbau mit Attikageschoss das niedrigere Warenumschlaglager. Dieses weist 20 Andockstellen für Lastwagen und 24 für Lieferwagen auf. «Im Gegensatz zu heute werden die Lastwagen auf dem Areal keine Manöver mehr ausführen müssen», erklärt Hächler. «Anfahren, andocken, abladen, wegfahren, all das passiert in einem.»

Das Neubauprojekt muss Rücksicht auf die bestehenden Hecken, Böschungen und Bäume nehmen. Vor allem im Bereich der Suhre auf der Ostseite. Zwischen den Gewerbe- und Wohnbauten im Süden ist eine bis zu 22 Meter breite Grünfläche ausgeschieden. Der mit Bäumen und Sträuchern locker bepflanzte Grünstreifen, in den die Lärmschutzbauten integriert werden, dient als Sichtschutz. Auch ein Velo- und Fussweg, auf dem man ins Naherholungsgebiet an der Suhre gelangt, ist hier vorgesehen.

Durch den Wegzug der Firma kann das alte Areal neu genutzt werden. Es liegt teils in der Gewerbe-, teils in der Industriezone und wird neu durch die Spange Buchs-Nord erschlossen. Das Departement Bau, Verkehr und Umwelt des Kantons empfiehlt der Gemeinde, die Zonierung dieses Areals bei nächster Gelegenheit zu überprüfen. «Am alten Standort sind keine neuen Logistikbetriebe anzusiedeln, da er sich nur bedingt für eine Nutzung mit viel Verkehr eignet», heisst es im Bericht des Kantons.