Aarau

Die Theatertage Aarau sollen nach einer Verschnaufpause voll durchstarten

Nach einer Verschnaufpause wollen sich die Theatertage 2014 wieder aufrappeln (im Bild eine Street Performance von 2011).Emanuel Freudiger

Nach einer Verschnaufpause wollen sich die Theatertage 2014 wieder aufrappeln (im Bild eine Street Performance von 2011).Emanuel Freudiger

2013 wird es keine Theatertage geben. Im kommenden Jahr sollen sie sich aber zum Schweizer Festival für Amateurtheater schlechthin mausern. Dieses ehrgeizige Ziel erreichen will ein neu gegründeter Verein.

Das Jahr 2012 war kein gutes für die Aarauer Theatertage: Die Zuschauerzahlen schwächelten, und an der Schlussveranstaltung wurde bekannt, dass Heidi Buri nach acht Jahren die Leitung des Anlasses abgibt.

Dieses Jahr nun finden keine Theatertage statt, es soll ein Jahr des Nachdenkens und des Neustarts werden. Oder vielmehr des Durchstartens: Ein neu gegründeter Verein soll aus den Theatertagen Aarau die erste Adresse unter den Festivals für Amateurtheater machen.

Den Verein gegründet haben Freunde und Sympathisanten der Theatertage, Amateurtheaterspiele und Vertreterinnen der Aarauer Kulturkommission. Zum Präsidenten gewählt wurde Hans Fügli, Amateurtheaterspieler, Lehrer und Aarauer Einwohnerrat.

Noch keine neue Leitung gefunden

Noch sucht der Verein nach einer definitiven Nachfolgerin oder einem Nachfolger für Heidi Buri. Trotzdem soll es 2014 mit den Theatertagen und einer Interims-Leitung weitergehen: «Auch wenn es vermutlich nur ein kleines Festival geben wird, so wollen wir doch im Gedächtnis der Leute präsent bleiben», so Fügli.

Um den Theatertagen neuen Schwung zu verleihen, wird nun eine Geschäftsstelle aufgebaut und am Profil der Veranstaltung gefeilt: «Im Moment stechen die Aarauer Theatertage nicht aus dem gesamtschweizerischen Angebot an Theaterfestivals hervor», sagt Fügli.

Um das zu ändern, wird das Konzept komplett umgekrempelt. Konkrete Veränderungen habe man noch nicht definiert, so Fügli. Fest stehe, dass man der modernen Entwicklung des Amateurtheaters Rechnung tragen will. «Bis jetzt wurde der Einfluss von Theaterprofis nicht geduldet; hier müssen wir uns öffnen», sagt Fügli.

«Wir wollen, dass Aarau wieder ein gutes Festival bekommt, das die Leute fasziniert.» Klar ist auch, dass sich die Stadt Aarau nach 33 Jahren als Veranstalterin zurückzieht und die Durchführung neu in den Händen einer Geschäftsleitung liegen soll. Festhalten hingegen will man an der Konzentration auf das Schweizer Amateur-Theaterschaffen.

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