An der offiziellen Übergabe am Freitagabend lobte die Stiftung wie auch die Stadt Aarau die gute Zusammenarbeit in der Vorbereitung zur Übergabe. «Ich fand überall offene Türen vor», sagte Heinz Linder von der Stiftung Schürmatt, dies, obwohl er gewusst habe, dass nicht alle Freude an der Übergabe hätten.

In der Tat wird nicht von allen Seiten gutgeheissen, dass die HPS nun privat geführt wird, eine verstärkte Ausrichtung auf die Wirtschaftlichkeit wird befürchtet. Schulleiterin Gabi Erdin, ein Bereichsleiter und der Sekretär hatten wegen der Übernahme gekündigt. Erdin, die nun Leiterin der Sonderschule Schaffhausen wird, sagt zwar: «Die Schüler werden von der Übernahme nichts spüren.» Doch als Leiterin hätte Gabi Erdin auf einmal zu einer grossen Stiftung gehört. «Die Schürmatt ist ein zu grosser Betrieb für mich», sagt Erdin, «ich bin zu sehr in der Volksschule verwurzelt, mit gefällt das Teilautonome.»

Der Hauptgrund, warum der Einwohnerrat vor einem Jahr dennoch zum Wechsel Ja gesagt hatte, war, dass man sich davon einfachere Entscheidungsprozesse besonders bezüglich dem Budget erhofft. «Wir machten zwar für die HPS ein Budget», sagte Stadtrat Lukas Pfisterer, «aber faktisch war es am Ende der Kanton, der die Schule ja auch finanziert.» Auch ein Ausbau der Räumlichkeiten, der in der Schule in der Telli nötig ist, soll via Stiftung rascher entschieden – und wohl auch finanziert – werden können.

Der Direktor der Schürmatt, Werner Sprenger, sagte: «Wir übernehmen die Aufgabe mit Demut, nicht mit Siegesgeheul.»