Aarau

Die Stadtpolizei auf Corona-Streife – nicht jeder hat Verständnis für die neuen Regelungen

Auf Kontrollgang mit der Stadtpolizei Aarau (21.3.2020)

Der TeleM1-Beitrag: Auf Kontrollgang mit der Stadtpolizei Aarau (21.3.2020)

Die Aarauerinnen halten sich an die verschärften Massnahmen des Bundesrats. Die Stadtpolizei Aarau musste 64 Mal einschreiten. Bussen wurden jedoch keine ausgesprochen.

Um die Einhaltung der verschärften Massnahmen des Bundesrats zu kontrollieren, ist die Stadtpolizei Aarau derzeit auf Corona-Streife. Der Regionalsender Tele M1 hat eine Einsatzgruppe dabei begleitet. In diesen Zeiten sei so ein Rundgang auch für erfahrene Polizisten speziell. «Es ist ungewohnt», sagt Daniel Dennler, Gruppenchef der Stadtpolizei Aarau, «vor allem die leeren Strassen.» Es seien verhältnismässig wenig Menschen unterwegs. Zum Glück, wie er findet.

Nicht jeder hat Verständnis für die neuen Regelungen des Bundes. Die Bitte, den Heimweg anzutreten, sei jedoch kein Witz, erklärt Dennler Passanten am Bahnhof Aarau. «Wir möchten vermeiden, dass sich Leute in der Öffentlichkeit bewegen, wenn es nicht unbedingt nötig ist.» Arztbesuche, Apothekengänge oder das Einkaufen von Lebensmitteln seien davon natürlich ausgenommen.

Keine Corona-Partys

Auch wenn manche beim Anblick der Stadtpolizisten davonlaufen, sind sich andere offenbar keiner Schuld bewusst. Im Schachen ist beispielsweise eine Gruppe Jugendliche auf dem abgesperrten Fussballplatz zu finden. Es sei zwar richtig, dass kleine Gruppen von bis zu 5 Personen noch erlaubt seien. Dennoch gäbe es beim Fussball immer wieder engeren Kontakt, sagt Dennler und empfiehlt Einzelsportarten wie Jogging im Wald.

Letztlich ziehen die Stadtpolizisten jedoch ein positives Fazit von ihrem Rundgang. Sie mussten keine grösseren Corona-Partys auflösen, sondern nur vereinzelt kleinere Ansammlungen auflösen und heimschicken. Ohne triftigen Grund habe man im Moment auf öffentlichem Grund nichts verloren.

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