Umweltwochen

Die Stadt Aarau leistet sich ein Date mit ihrem Wald

Bereits zum dritten Mal finden die Aarauer Umweltwochen statt. Bis zum 17. September warten ein Erlebnispfad, Veranstaltungen sowie ein «FuxTrail» darauf, entdeckt zu werden.

Haben Sie sich in den letzten Tagen in der Altstadt über herumliegende Baumstämme gewundert? Oder über vermeintliches Wurzel-Littering geärgert? Oder kamen Sie in Versuchung, barfuss über einen Tannzapfenteppich zu laufen?

Wie auch immer, Sie hätten etwas lernen können – wenn Sie die Informationstafeln neben den forstlichen Hinguckern gelesen hätten. All das verpasst? Den Walderlebnispfad gibts noch zehn Tage.

Gemeinsam Bäume fällen

«Wald trifft Stadt!» ist das Motto der Aarauer Umweltwochen. «Es gibt Faszinierendes zu entdecken», erklärte Stadtrat Werner Schib (CVP) an der offiziellen Eröffnung. Nicht nur an auf dem städtischen Walderlebnispfad, sondern auch an diversen Veranstaltungen.

Einer der Höhepunkte dürfte der Schlussevent «FuxTrail» am 17. September sein. Dieser findet im Wald statt. Beteiligt sind unter anderem Jäger, Vogelschützer, Pilzexperten (Anmeldung erforderlich). Wer gerne aus der Nähe hören möchte, wie eine Motorsäge heult, hat am kommenden Samstag die Chance dazu. Der Event heisst «Wir fällen einen Baum», findet ab 13.30 Uhr beim Forstwerkhof Distelberg statt. Als Belohnung fürs Dabeisein gibts ein Holzerzvieri.

«Was Bäume lehren»: Ein Wurzel-Haufen in der Altstadt.

«Was Bäume lehren»: Ein Wurzel-Haufen in der Altstadt.

Die Aarauer Umweltwochen finden bereits zum dritten Mal statt. 2014 waren sie aus Anlass des Jubiläums «20 Jahre kantonaler Auenschutzpark» dem Thema Auen gewidmet. «Dynamisch wie die Auen trieb eine grosse Weidenkugel durch die Stadt», erinnert sich Elisabeth Kaufmann von der Umweltfachstelle der Stadt Aarau.

Das Thema der letztjährigen Umweltwochen sei «Aarau lebt 2000-Watt!» gewesen. «Die Umweltwochen 2015 wurden durch grosse farbige Holzinstallationen in der Innenstadt begleitet, die Antworten auf Fragen zum Thema Energie gaben.» Das Thema der diesjährigen Aarauer Umweltwochen lehne sich an das Motto der Sonderausstellung des Naturamas «Wild auf Wald» an.

Keine Zahlen zu den Kosten

Was kostet das Date der unter Spardruck leidenden Stadt mit dem Wald? Wie hoch ist der im Budget der Einwohnergemeinde eingeplante Betrag? Elisabeth Kaufmann nennt keine Zahlen. Die Projektleiterin schreibt: «Wie bereits in den vergangenen Jahren werden auch die diesjährigen Umweltwochen in enger Zusammenarbeit mit dem Naturama, der Schule, lokalen Vereinen und Naturschutzorganisationen organisiert.

Ebenfalls unterstützte uns der Forstbetrieb Region Aarau beim Erstellen der verschiedenen Erlebnisstationen in der Innenstadt. Die beteiligten Personen aus der Bevölkerung leisten Gratisarbeit und ein Teil der Arbeit des Forstbetriebs ist gesponsert, da sie damit auf den Nutzen des Waldes und ihrer Tätigkeit hinweisen können. So fallen für die Umweltwochen vor allem externe Kosten für die Kommunikation (Flyer und Materialien) an.»

Weitere Informationen:
www.aarau.ch/umweltwochen

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