Aarau
Die Stadion-Bewilligung in Aarau verzögert sich

Eigentlich hätte das Baugesuch für das neue Fussballstadion in Aarau nach den Herbstferien öffentlich aufgelegt werden sollen. Doch die Bauherrschaft muss noch Unterlagen nachreichen.

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So soll das neue Stadion aussehen

So soll das neue Stadion aussehen

kel

Der FC Aarau kann frohlocken: Er liegt nach neun Siegen und einem Unentschieden an der Tabellenspitze der Challenge League und bekommt bald ein neues Stadion. Bald? Als Ende August die HRS Real Estate AG das Baugesuch für das «Fussballstadion mit Mantelnutzung Torfeld Süd» einreichte, ging man von der öffentlichen Auflage mit 30-tägiger Einsprachefrist gleich nach den Herbstferien aus. Jetzt sind bereits zwei Wochen vergangen, ohne dass das Stadtbauamt die FCA-Arena zur Einsichtnahme aufgelegt hätte.

«Die formelle Prüfung der Unterlagen hat ergeben, dass noch einige Dokumente, die für die öffentliche Auflage nötig sind, nachgereicht werden müssen», sagt der Aarauer Stadtbaumeister Felix Fuchs auf Anfrage der Aargauer Zeitung. «Die Bauherrschaft bemüht sich derzeit darum.» Wann die Unterlagen vollständig seien, wisse er nicht mit Bestimmtheit. «Der Zeitraum der öffentlichen Auflage steht deshalb noch nicht fest.»

HRS und die Stadt Aarau teilten vor zwei Monaten mit, sie rechneten mit der Baubewilligung in der ersten Hälfte 2013 – «je nach Anzahl und Art von Einwendungen». In Betrieb genommen werden soll das Fussballstadion mit 10000 Plätzen, einem Einkaufszentrum und möglicherweise einem Kino im Jahr 2015.

Gegen das erste Stadiongesuch waren im Sommer 2009 insgesamt 18Einsprachen eingegangen. Sie führten dazu, dass das Projekt der Badener Architekten Burkard Meyer komplett überarbeitet wurde. Unter anderem verzichtete die öffentliche Hand auf eine subventionierte Breitensport-Infrastruktur.

Hängig ist zudem eine Bundesgerichtsbeschwerde. Sie betrifft mit der Bau- und Nutzungsordnung und dem Gestaltungsplan die dem Baugesuch übergeordneten Planungsgrundlagen im ehemaligen Industrieareal Torfeld Süd. Die Beschwerde, ausgelöst durch befürchteten Mehrverkehr im benachbarten Quartier, hat allerdings keine aufschiebende Wirkung. Das Stadiongesuch kann also parallel vorangetrieben werden. (trö)