35 Jahre lang war er Berufsschullehrer, immer mehr übernahm er auch leitende Aufgaben. «Auf Kosten meiner Arbeit als freischaffender Gestalter», sagt Jürg Fritzsche. Das soll sich ändern, der 62-Jährige will sich wieder stärker gestalterisch betätigen, vornehmlich in den Bereichen der Bildung und Kultur. Ämter hat er auch ohne Rektorat genug: Er ist unter anderem Präsident von Visarte Aargau, Mitglied der Kunstkommission Aarau, Präsident der Schweizerischen Direktorenkonferenz der Schulen für Gestaltung. Neu sitzt er auch im Schulvorstand der Schule für Gestaltung.

Jetzt geht es um inhaltliche Weiterentwicklung

Den Auftrag, den er bei seiner Anstellung als Rektor bekommen habe, habe Fritzsche erfüllt, sagt Thomas Isenegger, Präsident des Schulvorstands. Der Umbau und die Renovation der Schule sind abgeschlossen, der Schule sind neue organisatorische Strukturen verpasst worden. Nun gehe es auch um die inhaltliche Weiterentwicklung der Schule, sagt Isenegger. Die Schule müsse neue Perspektiven entwickeln, in der Berufsbildung breiter werden. «Die Möglichkeiten unserer Schule sind noch nicht ausgeschöpft, wir wollen uns als das Kompetenzzentrum für Gestaltung im Aargau positionieren», sagt Vorstandspräsident Isenegger.

Diese Aufgabe übernimmt Simon Santschi, der an der Hochschule für Design und Kunst in Luzern den Bereich Weiterbildung betreut hat. Über zehn Jahre habe er an Fachhochschulen gewirkt, nun freue er sich, sein Wissen und seine Erfahrung wieder in der Berufsbildung einbringen zu können.

Unterricht für 250 Schüler

An der Schule für Gestaltung werden in der Grundausbildung rund 250 Schülerinnen und Schüler unterrichtet, nochmals so viele nutzen das vielfältige Weiterbildungsangebot. Der Lehrkörper zählt rund 50 Fachpersonen. Träger der Schule ist der Aargauische Verein Grafischer Betriebe. Die Grundbildung richtet sich an angehende Berufsleute der Drucktechnologie, Polygrafie und Verpackungstechnologie.