Aarau

Die Schönwetter-Arbeiter krempeln wieder die Ärmel hoch

Seit Donnerstagabend offen: Die «Schwanbar» an der Aare.

Seit Donnerstagabend offen: Die «Schwanbar» an der Aare.

Heute Abend startet die Schwanbar an der Aare in Aarau in die neue Saison. Die Betreiber wünschen sich zwei Monate lang Sommer. Nicht mehr und nicht weniger.

Für das Provisorium der Schwanbar (neben dem Summertime) brauchts keine Baubewilligung, weil das temporäre Restaurant nur zwei Monate in Betrieb ist. «Es ist nicht einfach, innerhalb von zwei Monaten rauskommen», sagt Fabio Mazzara von der «Schwanbar».

Wie die Freibäder und Grillverkäufer ist auch ihr Geschäft vom schönen Wetter abhängig. Deshalb können sie ihren zehn Mitarbeiter hinter der Bar und den zwei Bar-Chefinnen keine grossen Löhne auszahlen. Aber nach einem schönen Sommer wie dem letztjährigen wird der Stundenlohn nachträglich angehoben und ein Teil des Gewinns ausbezahlt.

Ausspannen nur bei Regen

Die Arbeit in der Sommerbeiz ist ein Schönwetterjob mit Schattenseiten: Die Angestellten haben an lauen Abenden alle Hände voll zu tun – aber frei, wenn es regnet. Niedriger Lohn, unregelmässige Arbeit und das nur für zwei Monate – trotz allem ist die Arbeit besonders bei Studierenden beliebt; die «Schwanbar»-Crew kann jeweils aus 20 bis 25 Bewerbern auswählen. «Sie schätzen den Stil, das Ambiente und die Gäste», sagt Mazzara. Die meisten machen zwei, drei Jahre mit – bis Prüfungen anstehen, sie aus der Region Aarau wegziehen oder schliesslich doch in der Welt der Allwetterjobs anheuern. (kus)

Schwanbar an der Aare östlich der Kettenbrücke: bis 25. August täglich von 17 bis 24 Uhr, Freitag und Samstag bis 2 Uhr, am Sonntag bereits ab 14 Uhr.

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