Aarau

Die Schönheit der alten Stadt soll in die Welt hinaus

So wurde die Altstadt auf einem Plakat von Roland Guignard 1970 vermarktet. sammlung Trüb

So wurde die Altstadt auf einem Plakat von Roland Guignard 1970 vermarktet. sammlung Trüb

Der Verein Aarau Standortmarketing startet eine Werbeoffensive. Dies soll mit dem Einsatz elektronischer Mittel, mit einer neuen Jahresbroschüre, mit einer «Zeitung in der Zeitung» und Sonderpublikationen realisiert werden.

«Wir blasen zum Kommunikations-Angriff», versprechen Marcel Suter und Esther Schmid. Der Präsident der Detailhandelsvereinigung Zentrum und die neue Leiterin von aarau info planen unter dem Dach des Vereins Aarau Standortmarketing für das nächste Jahr die Promotion der Stadt mit neuen Werbe-Plattformen. Das soll mit dem Einsatz elektronischer Mittel, mit einer neuen Jahresbroschüre, mit einer «Zeitung in der Zeitung» und Sonderpublikationen realisiert werden.

Umfrage war der Startschuss

«Aarau hat vieles zu bieten, ich glaube, die Leute wissen das einfach nicht», sagte Stadtammann Marcel Guignard als Reaktion auf eine Umfrage über die beliebtesten Schweizer Städte, in der Aarau im vergangenen Sommer den letzten Platz belegte.

Das wollte der Vorstand des Vereins Aarau Standortmarketing nicht auf sich sitzen lassen und diskutierte Möglichkeiten, die Werbung für die Marke Aarau «kontinuierlich» und «nach aussen wirkungsvoll» zu gestalten. Es geht dabei nicht zuletzt um die Nutzung des natürlichen Kapitals des historischen Zentrums. «Der Aargau verkauft die schönen und stimmungsvollen Altstädte von Aarau bis Zofingen, von Lenzburg bis Rheinfelden, von Baden bis Laufenburg viel zu wenig», betont Marcel Suter, der in dieser Sache auf Unterstützung des Kantons hofft.

Via Internet und neuer Broschüre

Wie sollen die offenbaren Defizite in der Wahrnehmung der Aargauer Kantonshauptstadt behoben werden? Die vom Standortmarketing ins Auge gefasste Werbeoffensive setzt einerseits auf bestehende Internetkanäle von Schweiz Tourismus, Swiss Cities oder Reiseanbietern, zusätzlich soll Facebook «in ausgebauter Form» für Aarauer Zwecke eingesetzt werden.

Im März 2013 erscheint zudem mit einer Auflage von 50 000 Exemplaren eine Broschüre, die gezielt in der ganzen Schweiz und im nahen Ausland gestreut wird. Sie steht aber auch der Bevölkerung von Stadt und Region als «Werbebotschafterin im Bekanntenkreis» für traditionelle oder einmalige Anlässe, für kulturelle Angebote, touristische Attraktionen, Sportanlässe oder für Einkaufsmöglichkeiten und den Marktkalender zur Verfügung.

Neu lanciert wird im kommenden Jahr eine «Zeitung in der Zeitung», und zwar im «Landanzeiger», die alle zwei Wochen über Aktualitäten, Veranstaltungen, Shopping oder Gastronomie berichten wird.

Schliesslich setzt Marcel Suter auch die erfolgreich gestartete Serie von Sonderzeitungen, die jeweils zu den vier Jahreszeiten passen, fort. Im Frühling geht es unter anderem um Osteraktionen und das Jazzaar, im Sommer um «Aarau als Feststadt», im Herbst um Familienthemen wie Bachfischet, MAG, «Aarau wird zum Bauernhof» oder das Drachentreffen, im Winter schliesslich um die Weihnachtsstadt und den Adventsverkauf.

Volksmusikfest 2015 in Aarau?

Zu den «einmaligen» Events in den neu gestalteten Gassen der schmucken Altstadt zählt die Aarauer «Stadtstubete», die nach einem Unterbruch im nächsten Jahr wieder stattfinden soll. Zudem bewirbt sich ein OK mit Marcel Suter um die Durchführung des Eidgenössischen Volksmusikfestes 2015 in Aarau, das von Stadt und Kanton finanziell unterstützt werden soll. Der Entscheid wird bereits im kommenden März fallen.

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