Die Pensionskasse der Stadt Aarau legt ein «ausserordentlich positives finanzielles Geschäftsergebnis vor». Dies die Einschätzung von Geschäftsführer Peter Minder. Der Deckungsgrad verbesserte sich von 105,7 auf 111,35 Prozent. Zusätzlich wurden 5,4 Millionen Franken an Rückstellungen getätigt. Damit kann die Pensionskasse allfällige Rentenverluste ihrer Versicherten aus eigenen Mitteln zumindest teilweise ausfinanzieren. Dies wird nötig, wenn der technische Zinssatz weiter gesenkt und damit verbunden der Umwandlungssatz reduziert wird. Die Reserven, mit denen Wertschwankungen ausgeglichen werden, wurden von 13,4 auf 27,9 Millionen Franken verdoppelt und stiegen damit auf 11,35 Prozent. «Dies ist ein wichtiger Schritt in Richtung der angestrebten Wertschwankungsreserve von 18 Prozent oder 44,3 Millionen Franken», schreibt Peter Minder im Geschäftsbericht. Dieser Wert sei nach heutiger Einschätzung nötig, um in Zukunft eine Unterdeckung zu vermeiden. Um dieses Zeil zu erreichen, brauche es weiterhin eine umsichtige Geschäftspolitik.

Das Vermögen der Kasse beträgt 275 Millionen Franken. Davon sind rund 70 Millionen in Schweizer Obligationen angelegt, 16,5 Millionen in ausländischen. Das Portefeuille an Immobilien beträgt 64 Millionen. «Mit der Rendite des Gesamtvermögens von über 10 Prozent lag die Kasse deutlich über den schweizweiten Vergleichsindizes», stellt Minder fest. Die durchschnittliche Rendite der letzten fünf Jahre betrug 5,5 Prozent.

In der Stadt Aarau war bis Ende Jahr das Verhältnis zwischen den aktiven Versicherten und den Rentnern mit 2 zu 1 sehr ungünstig. Per Anfang Jahr konnte dieses Verhältnis verbessert werden, indem sich die GAG Genossenschaft für Altersbetreuung und Pflege Gäu in Egerkingen der Pensionskasse der Stadt Aarau angeschlossen hat. Die GAG wird zur Hauptsache von den acht Einwohnergemeinden des solothurnischen Bezirks Gäu getragen und ist seit 2008 Eigentümerin und Betreiberin dreier Alterszentren in Egerkingen, Niederbuchsiten und Oensingen. Sie sorgt zudem für den Betrieb von altersgerechten Wohnungen in Oensingen und Egerkingen.

Mit dem Anschluss der GAG kamen rund 160 aktive Versicherte zu r städtischen Pensionskasse. Entsprechend verbesserte sich das demografische Verhältnis. Es beträgt nun 2,4 zu 1. Der Beitragsfluss wurde um 10 Prozent erhöht und damit der Cashflow verbessert. Der Pensionskasse der Stadt gehören aktuell 775 aktive Versicherte an. Der Gesamtbestand beträgt 1163. Der Umwandlungssatz beträgt 5,9 Prozent.