Weil die Armee in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich kleiner worden ist, gibt es weniger Offiziere und folglich haben die Offiziersgesellschaften in der Regel ein Bestandes- und Überalterungsproblem. Die Offizerisgesellschaft Aarau (OGA) steht vergleichsweise gut da. Sie profitiert davon, dass sie mit der Arizona eine Art Tochtergesellschaft (eine Untersektion) hat. Das Reiten ist populär und die Möglichkeit, es zu erlernen, hilft bei der Nachwuchsrekrutierung. Nur noch eine Handvoll der Offiziersgesellschaften hat eine Reitersektion.

«Letztes Jahr hatten wir 12 Neumitglieder», erklärt Reto Berli (48), seit 2014 Präsident der OGA. Er ist Oberleutnant ad bei den Rettungstruppen und arbeitet als Standortleiter bei der Hans Hassler AG in Aarau.

Über 500 Mitglieder

Die OGA ist eine von sieben Aargauer Offiziersgesellschaften. Sie hat heute über 500 Mitglieder und ist damit einer der grössten Offiziersgesellschaften der Schweiz. Ihr gehören alle Truppengattungen an. «Wir sind nicht politisch, nehmen höchstens zu Armee-Sachgeschäften Stellung», sagt Berli.

Die Jubiläumsfeierlichkeiten begannen im letzten Herbst mit einer speziellen Generalversammlung. Im Juni schenkte die OGA der Stadt eine Feuerstelle und einen Tisch mit Bänken, die bei der Friedenslinde stehen.

Für die Jubiläumsfeier am kommenden Samstag im Kultur- und Kongresshaus (KuK) Aarau haben sich 200 Besucher angemeldet. Die Eingeteilten (Dienstpflichtigen) kommen in Uniform, alle anderen in Zivil. Neben Bundesrat Guy Parmelin werden Divisionär Hanspeter Walser (Territorial-Division 2) und Oberst i Gst Dieter Wicky (Chef Militär und Bevölkerungsschutz Aargau) sprechen.

Den Abschluss der der Jubiläumsaktivitäten bildet der Offiziersball im November.