Aarau
Die Post wird wegen Black Friday mit Paketen überflutet – Zustellerin sagt: «Ich nehme das gerne in Kauf»

Weil am Black Friday derart viele Bestellungen auf Onlineportalen eingegangen sind, hat die Post am Samstag keine Sekunde Ruhe. Und: Hinblick der Weihnachtstage könnte das noch nicht alles sein, was den Angestellten blüht. Aber die Post hat bereits gehandelt.

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Da fallen ihr doch glatt die Pakete vom Gepäckwagen. Sabrina Oprandi hat am Samstag alle Hände voll zu tun. Grund dafür ist der Black Friday. Bestellungen hüben und drüben sind auf den Onlineportalen dieser Welt eingegangen, die Post ist im Dauerstress. So auch in der Filiale in Aarau, wo zusätzliches Personal für diesen Tag nach dem Black Friday aufgeboten wurde.

Post schafft mehr als 800 Temporärstellen

Das passt offenbar nicht allen Mitarbeitern so gut, diverse Medien berichteten darüber, dass sich Mitarbeitende der Post über den Paketstress beklagen. Dazu hat Zustellerin Sabrina Oprandi eine ganz klare Haltung:

Ich nehme es gerne in Kauf, weil ich lieber Arbeit habe, als dass ich arbeitslos bin.

Die strengen Weihnachtstage stehen aber erst noch bevor. Und was macht die Post, um den Mitarbeitenden das Leben zu erleichtern? Sie setzt grössere Fahrzeuge ein – mit Griffheizung und auch mit Rückfahrkameras. Zudem wird das Personal aufgestockt. Das erklärt Mediensprecher Markus Werner gegenüber Tele M1: «Wir haben seit Jahresbeginn 400 neue Mitarbeiter eingestellt. Für die Weihnachtszeit haben wir zusätzliche 800 temporäre Stellen geschaffen, um die Belastung besser zu verteilen.

Gibt es neue Rekordwerte?

Die grosse Belastung ist bei Sabrina Oprandi spürbar. Sie liefert vielen Kunden mehr als nur ein «Päckli» aus. Sie bringt aber Verständnis für die Leute auf, die sich in den Onlineshops tummeln und sich die Pakete bequem nach Hause liefern lassen. Sie sagt: «Es hilft ja uns allen, wenn wir den Gang die Läden jetzt vermeiden.» Der «Gelbe Riese» rechnet im Dezember mit Rekordwerten von bis zu 1 Million Pakete pro Tag. So etwas hat es in den vergangenen 170 Jahren noch nie gegeben. (az/cri)

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