Aufgrund des am Mittwoch veröffentlichten Zeugenaufrufs seien bereits mehrere Hinweise eingegangen, teilt die Aargauer Staatsanwaltschaft am Freitag mit. Diese Hinweise würden nun durch die Kantonspolizei geprüft.

Jetzt wird für die Ermittlungen noch ein neuer Weg eingeschlagen: In Ergänzung des verbreiteten Zeugenaufrufs wird die Bevölkerung nun gebeten, mögliche Aufnahmen von Dashcams (Videokameras in Fahrzeugen) zur Verfügung zu stellen.

Konkret werden Aufnahmen gesucht, welche am Montag, 21. Dezember 2015, in der Zeit von 7.00 und 11.30 Uhr bei Fahrten in Rupperswil sowie der näheren Umgebung (Autobahnanschluss Aarau-Ost, Möriken-Wildegg, weitere angrenzende Gemeinden) aufgezeichnet wurden.

Die Kantonspolizei Aargau (Polizeikommando Aargau, Tellistr. 85, Aarau; Tel. 062 835 81 81) nimmt die Aufnahmen entgegen.

Am Donnerstag hatten mehrere Dutzend Polizisten in Rupperswil und den umliegenden Gemeinden Flugblätter verteilt. 

Polizei verteilt Flugblätter im Fall Rupperswil

Polizei verteilt Flugblätter im Fall Rupperswil

Geld in zwei Banken bezogen

Am Montag waren die 48-Jährige, ihre beiden Söhne im Alter von 13 und 19 Jahren sowie die 21-jährige Freundin des älteren Sohnes im Haus der Familie in Rupperswil tot aufgefunden worden - alle mit Stich- oder Schnittverletzungen. Ein vorsätzlich gelegter Brand sollte die Spuren verwischen.

Zunächst war die Theorie eines Familiendramas aufgekommen. Dann aber tauchten Bilder auf, welche die Mutter am Montagmorgen beim Bargeldbezug in zwei verschiedenen Banken zeigen: in der Hypothekarbank Lenzburg in Rupperswil und in der Filiale der Aargauischen Kantonalbank in Wildegg.

Seither sucht die Polizei nach Personen, die am Montagmorgen mit dem späteren Opfer gesprochen oder verdächtige Beobachtungen gemacht haben. (az/sda)