Im November hat die Versammlung der reformierten Kirchgemeinde Gränichen einen Kredit von 62 000 Franken für die Revision der Orgel und 12500 Franken für die Vernebelung des Kirchenraums gesprochen.

Diese sind seit einiger Zeit von einem Schimmelpilz befallen. Bis die Orgel aber geputzt und der Kirchenraum vernebelt werden, dauert es noch ein gutes Jahr. «Der Orgelbauer wird erst im Februar 2015 kommen», sagt Dorothea Schneiter, Präsidentin der Kirchenpflege.

Orgelbauer braucht vier Wochen Zeit

Für die lange Wartedauer gibt es verschiedene Gründe: Die Revision wird rund vier Wochen dauern – die Orgel wird in sämtliche Einzelteile zerlegt, jede Taste, jede Pfeife muss einzeln gereinigt werden.

Eine Zeitspanne, für die der Orgelbauer aufgrund der Auftragslage erst im nächsten Jahr Zeit hat. Und eine lange Zeit, während der die Kirche nur sehr eingeschränkt genutzt werden kann.

Sämtliche Veranstaltungen müssen voraussichtlich ins Kirchgemeindehaus verlegt werden. Deshalb habe man darauf geachtet, für die Schliessung einen möglichst veranstaltungsarmen Zeitraum zu wählen. «Die Zeit zwischen Advent und den Konfirmationen im Frühling ist optimal», so Schneiter.

Pilz nicht gesundheitsschädigend

Gefährlich sei es nicht, so lange zuzuwarten, sagt Schneiter. «Wir haben die Situation untersuchen lassen und bestätigt bekommen, dass sie nicht gesundheitsschädigend ist.» Der Pilz verbreite sich nur schleichend, der Befall sei nicht dramatisch. Doch wie ist es überhaupt so weit gekommen?

Das Problem: Die reformierte Kirche ist aus feuchtem Sandstein gebaut. Eine gewisse Grundfeuchtigkeit ist aus dem Raum also nicht rauszubringen – darf sie notabene auch nicht. Wäre die Luft zu trocken, würde der Sandstein zerbröseln. Und Lüften ist nicht möglich, lässt sich doch nur ein einzelnes kleines Fenster öffnen. Frischluft kann so nicht zirkulieren.

In dieser stehenden Feuchtigkeit fühlen sich die Pilzsporen wohl. «Jetzt müssen wir durch tägliches Überprüfen der Heizung dafür schauen, dass sich die Feuchtigkeit nicht absetzen und sich der Pilz weiter verbreiten kann», sagt Schneiter.