In der Nacht auf Dienstag war der Umbau des Coop City besonders spektakulär: Ein Autokran zwängte sich in die enge Gasse der Hinteren Vorstadt. Auf Tiefladern wurden zwei Rolltreppen angeliefert. Ab 19 Uhr war Präzisionsarbeit gefragt. Wenn sich der Kran drehte, streifte er beinahe den vorgehängten «Aff» an der heutigen Thalia-Fassade.

Bis Ende Juni war das Restaurant des Coop City nur über eine Treppe oder einen kleinen Lift erreichbar. Seither ist es geschlossen und wird, ebenso wie die Haushaltwaren-Abteilung im 2. Geschoss, total umgebaut. Neu gibt es zwischen dem 2. und 3 Geschoss zwei Rolltreppen (eine rauf, eine runter). Diese Rolltreppen wurden vorgestern angeliefert. Jeweils in zwei je rund 3 Tonnen schweren Teilen.

Der Kran hob die Treppen in den ehemaligen Wintergarten des Restaurants. Dort wurden sie zusammengeschraubt und anschliessend mit «Böcken» in Position gerollt – eine Arbeit, bei der ordentlich Manneskraft erforderlich war. Die Montage der Treppen musste aus Sicherheitsgründen nachts erfolgen. Denn sie befinden sich über den unteren Rolltreppen, die bei einer Installation tagsüber hätten abgesperrt werden müssen.

«Es reicht!»: Zwischen dem Kran und dem Affen des ehemaligen «Aff» ist es eng.

«Es reicht!»: Zwischen dem Kran und dem Affen des ehemaligen «Aff» ist es eng.

Das Warenhaus wird für einen Millionenbetrag total umgebaut. Das Erdgeschoss (Lebensmittel und Kosmetik) und die 1. Etage (Mode) sind bereits in Betrieb. Das zweite Obergeschoss mit Haushalt, Heimtextilien, Spielwaren, Papeterie und Kinderkonfektion soll Ende September fertig sein, das Restaurant bis zur geplanten grossen Neueröffnung am 1. November.

Man sei mit den Arbeiten auf Kurs, erklärt «City»-Geschäftsleiter Alexander Schibli. Auftretende Verspätungen könnten jeweils wieder eingeholt werden. In den letzten Wochen waren die Arbeiten teilweise sehr lärmintensiv. Schibli ist erfreut darüber, wie tolerant die Kunden und das Personal auf die Immissionen reagiert haben.

Was passiert mit OVS-Räumen?

Der Umbau des Coop City ist das grösste Sanierungsvorhaben im Aarauer City-Märt. Aber auch daneben tut sich einiges: Eben erst abgeschlossen wurde ein kleines Lifting des Herren-Globus, im Gang ist der Umbau des Dosenbach (Wiedereröffnung am 19. September). In Planung ist die Sanierung der Migros. Bereits neu gemacht sind C&A sowie Calida. Noch keine Neuigkeiten gibt es zur weiteren Nutzung der Räumlichkeiten, die bis zur Schliessung von OVS genutzt wurden. Nur so viel: Der Immobilienbesitzer Swiss Prime Site (SPS) zeigte sich Anfang August optimistisch, in den kommenden Monaten für alle seiner acht OVS-Liegenschaften (darunter Aarau) einen Mieter zu finden.

Kanalisationsbau verschoben

Eine gute Nachricht gibts für alle, die eine baustellenfreie Igelweid herbeisehnen. Die für dieses Jahr geplante Sanierung der Kanalisation wurde wegen der Coop-Sanierung verschoben. Das 670 000 Franken teuere Vorhaben wird jetzt doch erst 2019 realisiert. Der Baustart ist allerdings bereits für Februar/März angedacht.