Suhr

Die neue Aschegruft ist bereit

Da kommt die Asche hinein: Pfarrerin Kathrin Remund-Gugger, Bestattungsamtsleiter René Sandmeier und Friedhofgärtner Rudolf Zogg (v.l.) beim Einfüllwürfel aus Granit, der für die nächsten paar Jahre auf der ersten von fünf Gruften platziert ist.

Da kommt die Asche hinein: Pfarrerin Kathrin Remund-Gugger, Bestattungsamtsleiter René Sandmeier und Friedhofgärtner Rudolf Zogg (v.l.) beim Einfüllwürfel aus Granit, der für die nächsten paar Jahre auf der ersten von fünf Gruften platziert ist.

Das neue Gemeinschaftsgrab in Suhr wurde am Donnerstag Pfarrpersonen und Medien vorgestellt.

Mit der neuen Aschegruft nördlich der reformierten Suhrer Kirche, erklärte am Donnerstag bei einer Besichtigung Vizegemeindepräsidentin Carmen Suter, habe die Gemeinde «etwas realisiert, das dem Ort angemessen ist». Eine Anspielung darauf, dass die Mutterkirche von Aarau zu den frühesten Sakralbauten der Region zählt. Die heutige spätgotische Kirche stammt von 1495, ist aber auf weit älteren, karolingischen Vorgängerbauten errichtet. Das neue Gemeinschaftsgrab besteht aus fünf einzelnen Gruften am Fuss der leicht ansteigenden Anlage. Die Terrasse zur Kirche hin ist strukturiert durch einheitlich mit Immergrün bepflanzte Rabatten und Steinreihen dazwischen, auf denen, sofern gewünscht, einheitlichen Namenstafeln angebracht werden können. Zufrieden mit der getroffenen Lösung zeigte sich auch Heiko Dobler, der die Entstehung der Anlage als Bauberater bei der kantonalen Denkmalpflege begleitet hatte. Ein Friedhof, so Dobler, sei auch immer ein Park. Dem habe man in diesem Fall in vorbildlicher Weise Rechnung getragen.

Der Einlass der Asche erfolgt durch die Öffnung eines Würfels aus Tessiner Granit, der sonst mit einer Platte aus dem selben Material verschlossen ist. Nach Beendigung der Beisetzungsfeier, sobald die Trauergemeinde das Areal verlassen hat, entfernt der Friedhofgärtner die Deckplatte und leert die Asche in das aktuell genutzte Behältnis. Nach sechs, sieben Jahren wird die Gruft für die 25 Jahre dauernde Grabruhe versiegelt. Der Granitwürfel wird zum nächsten der fünf Container verschoben, und das Ganze beginnt von vorne.

Auf die Frage, wann die erste Bestattung in der Aschegruft erfolgen werde, antwortete René Sandmeier, Leiter des Suhrer Bestattungsamtes und stellvertretender Gemeindeschreiber: «Schön wäre, wenn wir im Januar anfangen könnten.» Allerdings hat es derzeit noch Platz im bisherigen Gemeinschaftsgrab. Und der Tenor war der, dass die alte Anlage zuerst voll werden solle.

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