Gränichen
Die Musikgesellschaft spielte für das fiktive «Radio Gränichen 1»

In der Mehrzweckhalle Gränichen ging am Samstagabend die Radiostation Gränichen 1 auf Sendung. Kosten und Mühen scheuten die Programmverantwortlichen keine und engagierten zur Feier des Tages ein grosses Studioorchester.

Markus Christen
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Die neue Dirigentin Rita Ékes der Musikgesellschaft Gränichen. mch

Die neue Dirigentin Rita Ékes der Musikgesellschaft Gränichen. mch

Markus Christen

Die Aufschaltung von Radio Gränichen 1 war natürlich fiktiv. Sie bildete den originellen Rahmen zum Jahreskonzert der Musikgesellschaft Gränichen unter dem Titel «Wunschkonzert».

Gut gelaunt führten die drei Moderatoren vom Satus-Turnverein durch einen abwechslungsreichen Abend, an dem auch die neue Dirigentin Rita Ékes dem Publikum in der gut besetzten Mehrzweckhalle vorgestellt wurde. Sie hatte die Leitung des Korps nach einem kurzfristigen Dirigentenwechsel vor gut zwei Monaten übernommen.

Schwierige Tempi

Mit dem Eröffnungsstück «Euphoria» der schwedischen Sängerin Loreen waren die Musikerinnen und Musiker auf der Bühne gleich von Beginn weg gefordert. Nicht einfach gestaltet sich in diesem Vortrag die Tempokontrolle, doch auch dank der äusserst präzisen Direktion von Rita Ékes bot die Musikgesellschaft eine solide Leistung. Es folgte ein erster Höhepunkt mit dem stimmungsvollen Saxofonsolo von Jörg Lehner im bekannten «Can’t Help Falling in Love».

Mit dem unterhaltsamen Medley «Bugs Bunny and Friends» löste sich auch die letzte Nervosität der Musiker. Befreit und mitreissend spielten sie nun auf. Crescendi wurden ausgekostet im ausgeklügelten Arrangement «Adele in Concert». Stimmig waren die Harmonien zwischen den Registern im Vortrag «Big Spender», bei dem die Musiker auch die erforderliche selbstbewusste und zurücklehnende Chefsessel-Haltung an den Tag legten.

Drei Generationen spielten

Unterstützt wurde die Musikgesellschaft im zweiten Konzertteil von sechs Schülerinnen und Schülern der Musikschule. Dabei erlebte insbesondere die Familie Spirgi einen bewegenden Moment. Mit Vater Ernst, Sohn Christoph und Enkeltochter Stefanie standen nach Jahrzehnten wieder drei Generationen einer Musikantenfamilie gemeinsam auf der Bühne in Gränichen.

Vor der Pause hatten auch die drei Tambourenschüler unter der Leitung von Jörg Schöni einen viel beklatschten Auftritt. Rita Ékes zeigte sich nach dem Konzert zufrieden. «Die Zusammenarbeit mit den Musikern verläuft sehr gut. Die Musikgesellschaft Gränichen ist ein starker Verein mit starken Spielern.» Zusammen mit Präsidentin Silvia Hunn blickt die Dirigentin in eine spannende Zukunft. «Wir spielen sehr gerne unter der Direktion von Rita», sagt Hunn. «Man kann spüren, wie gut die Atmosphäre im Verein zurzeit ist.»