Die Mieter an der Erlinsbacherstrasse in Aarau haben sich am Mittwochabend im Restaurant «Weingarten» getroffen, um sich gegenseitig das Herz auszuschütten und das weitere Vorgehen zu besprechen.

Der Schock darüber, dass sie ihre Häuser wegen der Kraftwerkserneuerung verlassen müssen, sitzt tief. Dennoch macht sich auch Ernüchterung breit und Resignation: «Was können wir schon machen?»

19 Mietparteien betroffen

Betroffen sind 19 Mietparteien. Vertreten werden sie durch Rechtsanwalt Urs Hochstrasser. «Die Kündigung rechtlich anzufechten, dürfte tatsächlich schwierig sein», sagt dieser. Da lange Kündigungsfristen eingeräumt werden, lägen im juristischen Sinne kaum Härtefälle vor.

Die ersten Kündigungen werden per Ende September 2013 fällig, die weiteren zwei Jahre später.

Ein Zeichen setzen

Trotzdem wollen die Mieter nicht klein beigeben. Sie wollen, wie Kathrin Baumann an der Mieterversammlung es ausdrückte, ein Zeichen setzen, nicht nur gegenüber der IBAarau, sondern auch nach aussen, damit etwas in Gang komme.

«Uns ist das Quartier, das platt gewalzt wird, ans Herz gewachsen», sagt eine Bewohnerin. Die Mieter wollen sich bereits am Montag wieder treffen, um das Schreiben aufzusetzen, mit dem sie die Kündigung anfechten wollen.