Zukunftsraum Aarau
Die Linken klar dafür, FDP vor einer Zerreissprobe: Suhr rüstet sich für heisse Zukunftsraum-Diskussion

Suhr steht vor einer politisch heissen Schlacht um die Frage der Teilnahme am Fusionsprojekt Zukunftsraum Aarau. Die Gruppierungen des linken Spektrums geben Gas für ein Ja. Die SP hat sich mit ihrer zustimmenden Parole bereits klar festgelegt.

Urs Helbling
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Die Gemeinde Suhr diskutiert über den Zukunftsraum Aarau.

Die Gemeinde Suhr diskutiert über den Zukunftsraum Aarau.

Aargauer Zeitung

An der offiziellen Haltung der überparteilichen Gruppierung Zukunft Suhr gibt es auch keine Zweifel: Sie hat im Gemeinderat die Mehrheit, konnte aber nicht verhindern, dass dieser der Gemeindeversammlung, die in Form einer Landsgemeinde (neu am Samstag, 29. August) durchgeführt wird, den Ausstieg aus dem Projekt einer neuen Kantonshauptstadt beantragt. Es ist im Dorf ein offenes Geheimnis, dass der «Zukunft Suhr»-Gemeindepräsident Marco Genoni von der Linie des Bündnisses abgewichen ist.

Wie gross ist der Einfluss von Nationalrätin Riniker?

Ebenso klar ist, dass die beiden bürgerlichen Gemeinderäte für den Alleingang von Suhr plädieren. Schwierig wird die Parolenfassung für die Freisinnigen: Während ihr Gemeinderat dagegen ist, hat sich ihr Mitglied mit der überregional grössten Ausstrahlung, Nationalrätin Maja Riniker, klar als Befürworterin positioniert. Von der SVP (nicht im Gemeinderat vertreten) wird eine Nein-Parole erwartet.

Komitee Pro Zukunftsraum wird gebildet

Auf Gegner-Seite wieder aktiv geworden ist die IG Pro Suhr. Einer ihrer Exponenten ist der ehemalige SP-Vizeammann Martin Saxer. Die Befürworter sind ebenfalls daran ein Komitee zu bilden. Die Gruppe «Pro Zukunftsraum» ist unter der Leitung von Jürg Lienhard (Präsident Stiftung Arbeiterstrandbad Tennwil) am Entstehen.

Zukunft Suhr kündigt mittels einer Medienmitteilung eine Informationsoffensive an. Motto: «Den Zukunftsraum erleben und erfahren». Für den Juni und August sind mehrere Exkursionen geplant (falls es Corona erlaubt).

Für Zukunft Suhr ist klar. «Heute scheitern gute Ideen an Gemeindegrenzen, die in der Lebenswelt der Menschen keine Rolle mehr spielen. Suhr kann jetzt aus der Stärke heraus handeln und so die tollen Ideen und Vorhaben der Gemeinde in das neue Ganze hineintragen. Der neue, deutlich tiefere Steuerfuss von 97 Prozent (heute 108) gehöre «in den Strauss der vielen positiven Punkte, die das Fusionsprojekt mitbringt».