Aarau/Buchs
Die Kleinsten müssen vorerst in der Aula in den Kindsgi

Weil eine Einsprache das Kindergartenprovisorium blockiert, erleben zehn Kinder aus Aarau Rohr ihren ersten Kindergartentag nicht nur eine Woche später als alle anderen, sondern auch in der Aula des Stäpflischulhauses.

Katja Schlegel
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Bis zu den Herbstferien gehen die Kindergärtler in der Aula in den Kindsgi.

Bis zu den Herbstferien gehen die Kindergärtler in der Aula in den Kindsgi.

Chris Iseli/Symbolbild

Wenn das kein spezieller Einstieg in den Kindergarten-Alltag ist: Für zehn Kinder aus Aarau Rohr findet der erste Kindsgi-Tag eine Woche nach dem offiziellen Schulbeginn statt. Und weil ihr Kindergartenprovisorium noch nicht steht, werden sie ab Montag in der Aula des Stäpflischulhauses in den Kindergarten gehen, wie Jules Fricker, in der Kreisschulpflege zuständig fürs Ressort Infrastruktur, auf Anfrage mitteilt.

Neuer Standort hat Gesuch verzögert

Der Grund für diese Verspätung und die ungewöhnliche Unterbringung: Gegen das Baugesuch für das Container-Provisorium, in das eine Kindergartenklasse bis zur Fertigstellung des neuen Gebäudes am Kirchweg in vier Jahren hätte einziehen sollen, ist eine Einsprache eingegangen (az vom 21. Juli).

Das Baugesuch lag so knapp vor Schuljahresbeginn auf, weil die Stadt Aarau als Grundeigentümerin mit dem ursprünglich vorgesehenen Containerstandort neben dem Stäpflischulhaus nicht einverstanden war und ein neuer Platz gesucht werden musste. Das Baugesuch für den neuen Standort auf dem Lehrerparkplatz neben der Auenhalle konnte somit erst am 13. Juni aufgelegt werden.

Durch diese Verzögerung hätte der Container selbst dann nicht mehr rechtzeitig nach Rohr gebracht werden können, wenn keine Einsprache gegen die Baubewilligung eingegangen wäre. Darüber hatte die Kreisschule Buchs-Rohr die Eltern vor den Sommerferien orientiert.

Aula gehört den Kindern

Die Schulhausaula ist laut Fricker mit Spielsachen und Möbeln zu einem Kindergartenzimmer umfunktioniert worden und bereit für die zehn neuen Kindergärtler. Bis zu den Herbstferien ist die Aula allein das Reich der Kindergärtler; Drittnutzer wie beispielsweise Schulklassen, die in der Aula ihren Musikunterricht haben, müssen auf andere Räume ausweichen.

«Diese Übergangslösung wird bis zu den Herbstferien dauern», sagt Fricker. Bis dann, hofft er, wird die Einsprache bereinigt sein. «Nach den Ferien werden die Kinder hoffentlich ins Containerprovisorium neben der Auenhalle einziehen können.» Zum Inhalt der Einsprache will Fricker wegen des laufenden Verfahrens keine Auskunft geben.

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