Suhr

Die Kirchturm-Sanierung ist auf Kurs – 300'000-Franken-Budget sollte eingehalten werden

Der Kirchturm ist derzeit noch «eingepackt».

Der Kirchturm ist derzeit noch «eingepackt».

Seit diesem Juli wird der Turm einer der ältesten Kirchen des Aargaus saniert, denn die Witterung hat ihm arg zugesetzt.

Schon längere Zeit zeigte der Kirchturm der reformierten Kirche in Suhr seine Altersgebrechen. Wind, Regen und Hitze liessen den Mauerverputz verwittern, Risse und Schadstellen entstanden. Ganze Mauerstücke des Turms fielen aufs Kirchendach herunter und beschädigten dieses. Lange wurde die aufwendige, heikle Sanierung des denkmalgeschützten Suhrer Wahrzeichens vorbereitet und derweil die Schäden beobachtet. Die Kirchenpflege liess den Turm von Experten untersuchen und meldete schliesslich im Kirchenblatt vom Juni: «Eine Sanierung der Fassade ist leider unumgänglich.»

10 Prozent der Fassade schadhaft

Nun laufen seit Juli die Sanierungsarbeiten am Turm einer der ältesten Kirchen des Kantons Aargau. Das sieht man von weitem. Wie eine Geschenkverpackung umhüllt ein braunes Jutegewebe den herausstechenden Turm auf dem Hügel. Darunter schleifen Arbeiter gerade die Fassade ab und spitzen die Schadstellen heraus – gute 10 Prozent der ganzen Turmmauer.

Man sei auf Kurs, sagt Christoph Schär, Zuständiger der Kirchenpflege, auf Anfrage. Dieses Fazit zieht er, obwohl das Herunterputzen der alten Farbe mit Sandstrahlen mehr Zeit kostete als vorher geplant. Da man für einen sauberen Aufbau eine wirklich gute, tragfähige Oberfläche brauche, habe man mehr Zeit in diese Phase investieren müssen. Die Zusammenarbeit mit den involvierten, lokalen Baufirmen sowie die Beratung durch die kantonale Denkmalpflege laufe Hand in Hand.

Arbeiten dauern bis Oktober

Schon auf dem Weg zur Kirche, beim Hinaufgehen des grossen Hügels, ist der Maschinenlärm der Baustelle beim Turm zu hören. Die Lärm- und Staubbelastung sei vielen Anwohnern aufgefallen, sagt Schär. Immer wieder hätten Leute auf der Baustelle nachgefragt und sich erkundigt, wie die Arbeiten liefen. Die meisten hätten Verständnis gezeigt für den zeitlich begrenzten Lärm. Schliesslich würden sie sich freuen, bald einen schönen Kirchturm zu haben. Vor allem diejenigen, die selber sagten: «De Turm gseht also scho chli schitter us.»

Bei den Bauarbeiten wird Rücksicht auf den kirchlichen Betrieb genommen, also zum Beispiel auf Beerdigungen und Hochzeiten. Auch der Zugang zur Kirche, die nicht von der Sanierung betroffen ist, bleibt stets gewährleistet. Die Arbeiten dauern laut Christoph Schär voraussichtlich bis Ende Oktober. Die sehr lauten und staubigen Arbeiten seien aber abgeschlossen. Das Budget von 300 000 Franken könne voraussichtlich eingehalten werden.

Dohlen-Brutzeit abgewartet

Da im Dach des Turms Dohlen nisten, wurde die Lage noch vor dem Beginn der Arbeiten mit dem lokalen Vogel- und Naturschutzverein analysiert. Die Arbeiten starteten schliesslich erst im Juli, als die Brutzeit der Turmdohlen (bis Ende Juni) vorbei war.

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