Einfach hat es die Reformierte Kirchgemeinde Densbüren schon lange nicht mehr gehabt. 2014 wurde sie unter Kuratel gestellt, weil sie sowohl finanzielle als auch personelle Probleme hatte – es fanden sich nicht genug Mitglieder für die Kirchenpflege.

Das Personalproblem ist zwar jetzt gelöst und die neu zusammengesetzte Kirchenpflege schon seit über einem Jahr mit Elan an der Arbeit. Aber finanziell steht die Kirchgemeinde nach wie vor nicht besonders gut da. Kein Wunder: Das Steuersubstrat ist in Densbüren eher mager. Ein Problem, mit dem auch die Einwohnergemeinde kämpft.

Etwa die Hälfte der rund 700 Densbürer sind zahlende Kunden der Reformierten Kirchgemeinde. Die Mitgliederzahlen sind stabil. Das Geld der Kirchgemeinde reicht zwar, um die Kosten für den laufenden Betrieb der Kirche zu decken und sogar, um die Pfarrstelle von einem 35-Prozent-Pensum auf 50 Prozent zu erhöhen. Doch sowohl das Pfarrhaus als auch die Kirche sind sanierungsbedürftig.

Die Kirche ist zwar nicht sehr gross, aber zweifellos prägend fürs Dorfbild. Der Bau aus dem 17. Jahrhundert steht unter kantonalem Denkmalschutz, ebenso das Pfarrhaus aus dem Jahr 1641 – das älteste erhaltene Gebäude in Densbüren. Wer nahe herangeht, sieht gut, dass die Kirche eine Generalüberholung nötig hat.

«In den nächsten zehn Jahren werden wir rund eine Million Franken investieren müssen», sagt Rolf Windisch, Präsident der Kirchenpflege. «Das können wir unmöglich einfach so bezahlen.»

Deshalb setzt die Kirchgemeinde nun auf eine Spendenaktion. Mittels Flyern will man die Einwohner und die Heimweh-Densbürer von Nah und Fern für die Notlage sensibilisieren. Dem Flyer liegt ein Schreiben bei, in dem die nötigen Arbeiten aufgelistet sind: «Als Erstes möchten wir die stark verschmutzte und teilweise mit Schimmel befallene Orgel revidieren sowie die dazugehörige Windanlage erneuern», heisst es.

Beides zusammen kostet etwa 105 000 Franken. Weitere rund 400 000 Franken werden für die Sanierung der Kirche benötigt: Es braucht eine Sickerleitung, Schutzmassnahmen vor aufsteigender Feuchtigkeit, neue Vordächer über den Eingängen. Auch Arbeiten am Dach werden eine Stange Geld kosten.

Der Kirchenpflegepräsident betont: «Es handelt sich nicht um Notmassnahmen.» Relativ dringend sei nur die Orgelsanierung. Deren Projektierung ist bereits aufgegleist, konkret gestartet werden die Reparaturarbeiten erst, wenn das Geld beisammen ist. Druck aufsetzen will die Kirchenpflege nicht – man hofft auf freiwillige Zuwendungen, vielleicht Legate. «Wir müssen das Geld nicht sofort zusammenbringen, aber im Lauf der nächsten Jahre», so Windisch.