Gränichen

Die Jugendarbeit in Gränichen bekommt eine neue Chance

Mitarbeiter der Jugendarbeit Buchs, Suhr und Gränichen sind voller Tatendrang: (V.l.) Jan Götschi, Marianne Mischler, Eveline Zeder, Roger Gafner, Daniela Gassmann.

Mitarbeiter der Jugendarbeit Buchs, Suhr und Gränichen sind voller Tatendrang: (V.l.) Jan Götschi, Marianne Mischler, Eveline Zeder, Roger Gafner, Daniela Gassmann.

Weil das Angebot nicht genutzt wurde, wurde der Jugendtreff geschlossen. Nach einem Jahr Pause wird der Jugendarbeit in Gränichen neues Leben eingehaucht.

Im Dezember 2013 musste der Jugendtreff in Gränichen seine Pforten schliessen, weil die Jugendlichen es vorzogen, ihre Freizeit ohne die Angebote der Jugendarbeit zu gestalten. Für das Sommerferienprogramm hatte sich keine einzige Person angemeldet. Über ein Jahr wurde die Jugendarbeit auf Eis gelegt, nun wird sie wieder belebt.

Die Verantwortlichen aus Gränichen wollten nicht mehr alleine die Jugendarbeit bestreiten und suchten andere Gemeinden, bei denen sie sich anschliessen konnten. Ein Jahr lang wurden Verhandlungen geführt. Mit Suhr und Buchs ist es zu einer Einigung gekommen, die allen Beteiligten gefällt, wie Daniela Gassmann, Jugendbeauftragte der Jugendarbeit Suhr Buchs (JASB) erklärt. «So ist niemand allein. Die Gränicher Jugendarbeit ist in ein Team eingebettet, von dem sie profitieren kann. Der administrative Aufwand wird kleiner und gleichzeitig können die Ressourcen gemeinsam genutzt und so ein breiteres Angebot für die Jugendlichen geschaffen werden.»

2013 soll sich nicht wiederholen

Mit einem attraktiveren Angebot soll vermieden werden, dass sich das Szenario von 2013 wiederholt. Ist das eine realistische Vorstellung, wenn man bedenkt, dass auch damals die Boxkurse, Partys mit DJ-Pult und Mädchenabende die Jugendlichen nicht in den Treff locken konnten?

Roger Gafner, seit dem 1. Februar Jugendarbeiter in Gränichen, gibt sich zuversichtlich und verweist auf die Arbeit in den Partnergemeinden, von deren Bekanntheit und Erfolg er profitieren will. «Einige Jugendliche nutzen das Angebot von Suhr und Buchs bereits, weil sie beispielsweise in Suhr in die Bez gehen. Meine Aufgabe ist, den Jugendlichen zu zeigen, dass wir auch in Gränichen präsent sind», sagt Gafner. Auch die Sackgeldbörse, ein beliebtes Projekt der Jugendarbeit Region Aarau, soll in Gränichen betrieben werden und dafür sorgen, dass die Jugendlichen auf den Zug aufspringen.

Jugendliche werden mitgestalten

«Es ist wichtig, dass die Jugendlichen merken, dass wieder ein Angebot besteht und dass sie in mir eine Ansprechperson haben», sagt Gafner. Auf die Frage, was denn in Gränichen konkret angeboten werde, weiss Gafner noch keine konkrete Antwort. Grund ist nicht, dass es an Ideen oder Motivation mangeln würde, sondern vielmehr eines der Grundprinzipien der Jugendarbeit, dass nämlich das Angebot und dessen zeitlicher Rahmen nicht in Stein gemeisselt ist. Um die Bedürfnisse der Jugendlichen abdecken zu können, müsse man flexibel bleiben, sagt Gafner. Sowohl zeitlich als auch inhaltlich.

Zuerst gilt es, die Jugendlichen in Gränichen darauf aufmerksam zu machen, dass überhaupt wieder Jugendarbeit betrieben wird. Was genau angeboten wird, würde Gafner am liebsten in Zusammenarbeit mit den Jugendlichen erarbeiten. So können sie das Programm nach ihren Wünschen gestalten. Möglichkeiten gibt es viele, der Jugendtreff kann auch von Vereinen oder von den Jugendlichen selbst als Partyraum gemietet werden.

Interessierte müssen sich bis zur Wiedereröffnung des Jugendtreffs noch ein bisschen gedulden, da die Aufbauphase gemäss Gafner einiges an Zeit in Anspruch nimmt. Am 4. Juni sind Jugendliche wie Erwachsene zu einem «Tag der offenen Türe» eingeladen, an dem sich die Jugendarbeit offiziell vorstellen wird.

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