Samaritertag
Die Helfer der ersten Stunde und ihre Partner

An der grossen Show der Samariter im Zeughausareal ging es nicht nur um Hilfe, sondern auch um Prävention.

Hanny Dorer
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Zum Samaritertag: Die Helfer der ersten Stunde und ihre Partner
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Besucher lassen sich über verschiedene Samariter-Kurse informieren.
Ein Blick in die Vergangenheit: Das Material der Samariter aus früheren Zeiten.
Blick ins Innere eines Samariteranhängers, wie er jeweils an Grossanlässen anzutreffen ist.
Das Innere der mobilen Operationsstelle.
Bei der Demonstration des Kantonalen Katastrophen-Einsatzelementes konnten die Besucher den Weg des Patienten vom Ereignis über die Erstbetreuung, die Triage und schliesslich den Abtransport durch den Rettungsdienst verfolgen.
Die Moulagisten zaubern die schlimmsten Verletzungen herbei.
Das Care Team Aargau hilft bei der Verarbeitung von schlimmen Erlebnissen.
Die mobile Sanitätshilfsstelle wird aufgebaut; das dazu benötigte Material ist in einem Container untergebracht.
Vorbeugen ist besser als heilen – oder weshalb sich kluge Köpfe schützen: Der Test zeigt die Auswirkungen eines Schlages auf einen geschützten und einen ungeschützten Kopf.
Ein Mitglied der Samariterjugend HELP legt einer Besucherin einen fachgerechten Fussverband an (www.help-samariterjugend.ch).
Wie wird ein Defibrillator eingesetzt? Die Samariter zeigten es.

Zum Samaritertag: Die Helfer der ersten Stunde und ihre Partner

Samaritern begegnet man an jedem Grossanlass, und kein Grümpelturnier könnte durchgeführt werden, ohne dass im Hintergrund gute Geister bereitstehen, die im Bedarfsfall kleinere Verletzungen versorgen, unter Hitze leidende Besucher betreuen, Insektenstiche behandeln und bei schwereren Fällen die Ambulanz aufbieten.

Weniger bekannt ist dagegen, welche Organisation nötig ist, damit an jedem Anlass genügend Samariter anwesend sind, damit künftige Autolenker ihren obligatorischen Nothilfekurs absolvieren können und die elementaren Kenntnisse über die erste Hilfe weiter verbreitet werden.

Erstmals führten die Samariter und ihre Partnerorganisationen am Samstag im Zeughausareal in Aarau einen Samariter+Event durch. An verschiedenen Ständen zeigten Samaritervereine ihr Material, das vom einfachsten Erste-Hilfe-Rucksack bis zum bestens ausgerüsteten Samariteranhänger reicht. Ausserdem stellte der Kantonalverband seine Schulungsangebote vor.

Zusammenarbeit bei Katastrophen

Bei Ereignissen grösseren Ausmasses mit zahlreichen Verletzten kommen Partnerorganisationen zum Einsatz. Rettungssanitäter des Kantonsspitals Aarau zeigten ihr Einsatzmaterial, und viele benützten die Gelegenheit, einmal – ganz gesund – eine Ambulanz von innen kennen zu lernen. Als Höhepunkt demonstrierte das Kantonale Katastrophen-Einsatzelement (KKE) die mobile Sanitätshilfsstelle der Samariterleiterfunktionäre (SLF) im Einsatz. Die Besucher erlebten den Weg des Patienten vom Ereignis über Erste-Hilfe-Massnahmen, Triage und Warteraum bis zum Abtransport per Ambulanz ins Spital. Äusserst echt sahen die Verletzungen aus, mit denen die Moulagespezialisten die Patienten bemalt hatten, und durchaus echt hörte sich auch deren Stöhnen und Jammern an.

Betreuung geht weiter

Als Ergänzung zur rein medizinischen Hilfe leistet das Care Team Aargau Betroffenen Unterstützung bei der Verarbeitung eines schlimmen Erlebnisses. Die Stiftung Pro Integral befasst sich mit der Betreuung von Hirnverletzten. Mit einer Simulation konnten die Besucher nachempfinden, wie mühsam sich Menschen mit einer Hirnverletzung zurechtfinden. Es ging darum, im Spiegel einen fünfzackigen Stern nachzuzeichnen, wobei die Hände mit dem Stift verdeckt waren. Ein fast unmögliches Unterfangen.

Helpis zeigen, was sie können

Helpis sind Mitglieder der Samariterjugend Help, wobei Help für «Helfen, Erleben, Lernen, Plausch» steht. An einem eigenen Stand zeigten die Helpis der Samariterjugend Hallwilersee, wie man einen Verletzten richtig lagert oder wie ein Fussverband korrekt angelegt wird. Die Helpis treffen sich einmal im Monat, um zu spielen, basteln und etwas über Erste Hilfe zu lernen.

An weiteren Ständen präsentierten sich das Schweizerische Rote Kreuz und die Schweizerische Lebensrettungs-Gesellschaft für Notfälle im Wasser, Benevol Aargau stellte die Freiwilligenarbeit vor, Pro Senectute Aargau wartete mit einem vielfältigen Angebot rund ums Alter auf, der Aargauische Apothekerverband informierte zum Thema Kinder und die gefährliche Umwelt und am Stand von Telefon 143, der Dargebotenen Hand, erfuhr man, wo man sich in einer Notsituation Rat holen kann.

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