Aarau

Die heisse Sonne war teuer: Finanzieller Taucher im Traumsommer

Die Stadt Aarau lässt sich die Abkühlung ihrer Bewohner über eine Million Franken kosten. shutterstock

Die Stadt Aarau lässt sich die Abkühlung ihrer Bewohner über eine Million Franken kosten. shutterstock

Rote Rücken, aber auch rötere Zahlen: Zu viel Sonne ist weder für die Haut noch für die Abschlüsse der Badeanstalten gut.

Was die Hitze anbetrifft, war der Sommer 2018 fast so gut wie die Sommer 2003 und 2015. Abkühlung war gefragt. Laut dem eben publizierten Jahresbericht 2018 der Stadt Aarau besuchten knapp 135 000 Personen das Schwimmbad Schachen; die Badi verkaufte rund 15 000 Eintritte mehr, als budgetiert war. Es resultierten Einnahmen von 467 569 Franken – 66 069 Franken mehr als veranschlagt. Aber unter dem Strich war der Sommer mit viel Sonne schlechter, als wenn es ab und zu geregnet hätte.

Die Nettokosten beliefen sich auf 1 241 499 Franken – also 58 Franken pro Einwohner. Laut Jahresbericht 2018 führte der aussergewöhnliche Sommer zu höheren Personalkosten: «Neben den Überstunden der Badmeister mussten während des Schwimmbetriebs auch die Aufsicht und damit die Aushilfen und das Kassenpersonal aufgestockt werden.» In der Folge überschritten die Personalkosten das Budget um 59 389 Franken.

Das Freibad ist von jeher ein Zuschussbetrieb: So verzeichnete das Schwimmbad bereits im Hitzesommer 2015 einen Verlust von 1 022 995 Franken. Um den im Schwimmbadreglement vorgesehenen Deckungsgrad von 50 Prozent der Betriebskosten zu erreichen, wurden 2016 die Eintrittspreise erhöht. 2018 betrug der Deckungsgrad 52 Prozent: 1 Prozentpunkt weniger als 2017.

Autor

Kim Barbara Wyttenbach

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