Es hat etwas Überzeugungsarbeit gebraucht, bis der Vermieter zugesagt hat. Aber jetzt ist alles unter Dach und Fach: Im März wird der Jugendtreff an der Mitteldorfstrasse in Buchs offiziell eröffnet. Die monatelange Suche der Jugendarbeit Suhr/Buchs hat ein Ende.

Die Handwerker sind mit den Umbauarbeiten bereits im Endspurt: Die Wände für das separate Büro sind eingezogen, die Küche nimmt Formen an, die Toiletten sind fast fertig. Die Jugendarbeiterinnen Daniela Gassmann und Marianne Mischler stehen in einem Raum, fast so gross wie eine Turnhalle, und brüllen gegen das Kreischen einer Säge an: «Wir freuen uns sehr, dass wir endlich einen passenden Raum gefunden haben.» Der Schreiner legt den Schalter der Säge um, es wird ruhig. Einzig das Quietschen des Gummischabers ist noch zu hören, den die Raumpflegerin über die bodentiefen Fenster zieht.

Hemmschwelle liegt tief

Diese Fenster sind es denn auch, die den Raum für die Jugendarbeiter zum perfekten Raum machen: «Der Jugendtreff ist gut einsehbar, jeder sieht schon von Weitem, ob jemand hier ist. Damit liegt die Hemmschwelle für die Jugendlichen viel tiefer, einfach mal vorbeizuschauen», sagt Mischler. So erhofft man sich, einen engeren Kontakt mit den Jugendlichen zu knüpfen. «Bisher hat sich die Jugendarbeit in Buchs hauptsächlich auf aufsuchende Arbeit im öffentlichen Raum beschränkt», sagt Gassmann. Das Problem: Die Buchser liessen sich nicht nach Suhr locken, weil sich die Jugendlichen aus den beiden Dörfern untereinander kaum kennen.

Disco in Suhr, Hausaufgaben in Buchs

Ein weiterer Vorteil: Der Raum liegt absolut zentral gelegen, gegenüber von Coop und Bahnhof und neben dem Restaurant Brauerei. Damit habe man zwei unterschiedliche Räume, die sich optimal ergänzen: Jenen in Suhr, im Keller einer Industrieliegenschaft, in dem Events und Konzerte stattfinden können, ohne dass die Nachbarn staubig werden. Und der offene Raum in Buchs, der mit seiner Lage die optimale Anlaufstelle werden könnte. «In Buchs soll es eher ruhig zu und her gehen», sagt Gassmann. Der Jugendraum wird vermutlich von Mittwoch bis Freitag, nachmittags bis in den Abend besetzt sein. Nebst dem Hauptbüro der Jugendarbeiter sollen hier ab Mitte Februar ein Ufzgi-Tisch, eine Sofaecke, ein Töggeli-Kasten, eine kleine Bar und ein Beratungsbereich eingerichtet werden. Mitreden dürfen übrigens auch die Jugendlichen, sagt Mischler: «Sie sind herzlich dazu eingeladen, Einrichtungsideen zu bringen und ihren Raum so zu gestalten, dass sie sich darin wohlfühlen.»