Densbüren
Die Hänge rutschen: Hang und Waldstrasse machen sich davon

Eine Strasse wird immer wieder zugeschüttet, eine andere sackt buchstäblich weg: Im Wald von Densbüren rutschen die Hänge. Die Förster wollen den Hang nun mit Holzkästen stabilisieren. Das Hangwasser soll mit Drainagen gesammelt werden.

Von Hubert Keller
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Die Förster Kurt Roth (links) und Martin Blattner begutachten die massiven Rutschungen im Waldgebiet Herzberg. Annika Bütschi

Die Förster Kurt Roth (links) und Martin Blattner begutachten die massiven Rutschungen im Waldgebiet Herzberg. Annika Bütschi

Annika Buetschi / AZ

Die Hänge rund um Densbüren sind nicht nur stotzig, sondern auch rutschig. Immer wieder wird der Oberschwandweg auf einer Breite von rund 30 Metern von rutschendem Erdreich verschüttet und muss freigebaggert werden. Noch dramatischer stellt sich die Situation im Waldgebiet Herzberg dar, wo sich der Chälebachweg auf einer Länge von rund 30 Metern so stark gesenkt hat, dass er nicht mehr befahrbar ist.

Von Roth zu Blattner

Ende Jahr hat sich der Gemeinderat Densbüren vor Ort ein Bild gemacht und den Forstbetrieb Jura mit einem Sanierungsprojekt beauftragt. Densbüren gehört zusammen mit Erlinsbach und Küttigen, die sich bereits 1995 zu einer Betriebsgemeinschaft zusammengetan hatten, seit Anfang dieses Jahres dem neu gegründeten Forstbetrieb Jura an. Revierleiter Kurt Roth wird Ende April pensioniert.

Sein Nachfolger ist Martin Blattner, der im Oktober seine Arbeit im 1650 Hektaren (ha) grossen Wald aufgenommen hat. In der genannten Fläche ist der Staatswald eingerechnet.

Hangsicherung mit Holzkästen

Über dem Oberschwandweg ist der Hang auf einer Länge von 40 Metern in Bewegung. Die Mächtigkeit des rutschenden Erdreichs schätzt Förster Roth auf anderthalb Meter, dessen Volumen auf 1500 Kubik.

Die Förster Roth und Blattner stellen sich vor, dass der Hang mit Holzkästen stabilisiert werden kann. Insgesamt würden beim Oberschwandweg drei solcher Kästen auf den stabilen Untergrund gelegt und mit dem vorher ausgebaggerten Erdreich gefüllt. Die gefüllten Kästen, nach dem Blockbausystem mit Rundhölzern konstruiert, erhielten Stabilität durch ihr Gewicht.

Die Gleitschicht aus Lehm müsste ebenfalls abgebaut werden. Das Hangwasser soll mit Drainagen gesammelt und abgeleitet werden. Auch am Chälebachweg ist eine Sanierung mit solchen Kästen denkbar. Die Kosten kann Kurt Roth noch nicht genau beziffern. Er schätzt sie aber an beiden Orten auf je rund 60 000 Franken.