Aarau
Die Güselwehr will sich auch den Abfall in den Quartieren krallen

Seit drei Jahren sind die Freiwilligen der Güselwehr am Samstagmorgen unterwegs, um in der Innenstadt den Abfall der Nachtschwärmer einzusammeln. Nach einer Verschnaufpause hat die Güselwehr nun einen neuen Anlauf genommen und einen Verein gegründet.

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Weiter unterwegs im Kampf gegen das Littering in der Stadt: Güselwehr Aarau stärkt sich mit Vereinsgründung.

Weiter unterwegs im Kampf gegen das Littering in der Stadt: Güselwehr Aarau stärkt sich mit Vereinsgründung.

zvg

Vor drei Jahren hatte Andres Brändli die «Güselwehr» aus einer spontanen Aktion heraus gegründet – seit Mitte Januar ist die Bürgerinitiative nun offiziell ein Verein. Die Vereinsgründung habe sich aufgedrängt, heisst es in einer aktuellen Mitteilung. Immer wieder hätten spontane Geldspenden von dankbaren Ladenbesitzern, Anwohnern und Passanten die Hand gewechselt, sagt Brändli.

«Es ist uns ein Anliegen festzuhalten, dass die Güselwehr kein städtischer Organisationsbereich ist, nichts konkurrenziert und alle Beteiligten freiwillig und ohne Entschädigung mitwirken.» Um Transparenz in Umfang und Verfügungsrecht über diese Geldspenden und gegenüber Verhandlungspartnern zu schaffen, wurde der Verein «Güselwehr Aarau» mit aktuell 15 Mitgliedern gegründet. Anstelle eines finanziellen Beitrages leisten die Mitglieder fünf Einsätze pro Jahr.

Verhandlungen mit FC Aarau

Bisher hat sich die Güselwehr fast ausschliesslich auf die Reinigungstouren am Samstagmorgen zwischen 7 und 8 Uhr in der Innenstadt konzentriert. Jetzt soll das Wirkungsgebiet ausgebaut werden: Hie und da sowie an benannten Tagen will die Güselwehr auch durch die Quartiere oder naturnahe Gebiete ziehen.

Mit dem FC Aarau laufen Gespräche über mögliche Einsätze nach Fussballspielen entlang der Besucherrouten vom Stadion zum Bahnhof. An Veranstaltungen will die Güselwehr den Werkhof des Stadtbauamtes mit «Aufräumtouren» während des Festbetriebes unterstützen. «Alles in Absprache und als Ergänzung zum grossen und einwandfreien Einsatz der Werkhof-Mitarbeitenden», so Brändli.

Mit der Vereinsgründung hat sich die Güselwehr Aarau ein Logo und eine Homepage (www.gueselwehr-aarau.ch) geschaffen. Das Symbol zeigt den Stadtadler, der mit seinen Krallen eine Dose greift. Auch die Leuchtwesten konnten dank finanzieller Unterstützung der Kulturgesellschaft Bezirk Aarau, der Allianz Versicherungen Kurt W. Ineichen Aarau und der Printline AG ersetzt werden. (az)

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