Aarau
Die grösste und irrste Grillparty der Schweiz

1300 Fans zahlten 85 Franken, um am «Green Egg Flavour Fair» mitzuessen. Das Grill-Festival fand bereits zum zweiten Mal auf dem Areal der Pferderennbahn im Aarauer Schachen statt.

Anja Suter
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Bei diesem Anblick läuft den «Green Egg»-Fans und -Profis das Wasser im Munde zusammen.

Bei diesem Anblick läuft den «Green Egg»-Fans und -Profis das Wasser im Munde zusammen.

Anja Suter

Für diese Grillparty hätte das Wetter gar nicht so gut sein müssen, wie es gestern war. Über 1000 «Green Egg»-Fans hatten sich im Vorverkauf ein Billett für den «Green Egg Flavour Fair» gekauft. Schliesslich waren es 1300 Besucher, die auf dem Areal der Pferderennbahn im Schachen herumschlenderten und immer mal wieder eine Kostprobe nahmen. Ein Häppchen aus den «Green Eggs», zubereitet von 35 Köchen.

Etwa Christian Fleischhauer («Meats», Aarau) oder Tanja Grandits («Stucki», Basel). Was sind das für «Grüne Eier», die die Besucher so zahlreich aus der ganzen Schweiz und dem nahen Ausland nach Aarau lockten? «Ganz ursprünglich kommt diese Art von Grill aus Japan, die Idee wurde dann in die USA adaptiert und kam von da aus zu uns nach Europa», erklärt Stephanie Steinmann, Sprecherin des «Green Egg Flavour Fair».

Sogar ein veganes Angebot

2006 fand die erste «Green Egg Flavour Fair» in den Niederlanden statt. Damals noch mit zwei Köchen und rund 40 Gästen. Das Konzept ist heute noch dasselbe wie vor zwölf Jahren, wie John Daly, der Geschäftsführer von Green Egg Schweiz, erklärt. «Die Kunden sollen sehen, was man mit dem ‹Green Egg› alles machen kann und wie man es am besten verwendet.» Daher die Idee, Gastronomen zum Kochen einzuladen. «Die Besucher sollen das Essen probieren können und gleichzeitig die Möglichkeit haben, zu fragen, mit welcher Methode gearbeitet wurde.»

Die «Flavour Fair» fand zum zweiten Mal in Aarau statt. Neu mit Dessert-Ständen und dem «Green Egg»-Village. An drei Ständen erklärten passionierte Hobbygriller die Kniffe im Umgang mit dem «Grünen Ei». Ein paar Meter weiter präsentierten drei Profi-Köche ihr Können in der Masterclass.

Die Besucher und die Gastronomen waren gleichermassen begeistert. Der Stand der Traitafina Lenzburg war gar nach drei Stunden ausgeschossen. «Wir sind mit 110 Kilo Fleisch hierhergekommen», erklärte Andreas Müller von Traitafina. Die Lenzburger boten ein Federstück vom Rind mit Glasnudelsalat. Sogar vegane Besucher kamen an der Grillparty auf ihre Kosten.

Der Niederländer Jasper Castel servierte an seinem Stand vegane Tacos. «Die Leute müssen ja sehen, was man aus Gemüse machen kann und dass es nicht nur langweilig ist.» Jocelyne Smit aus Thun brachte es auf den Punkt: «Man merkt hier den Unterschied zum Fastfood: Man sieht, woher das Essen kommt und wie es zubereitet wird. So wie es sein sollte.»

Umfrage: Was fasziniert Sie am «Green Egg» und warum kommen Sie an die Party im Aarauer Schachen?

Albert Hunziker (69), Dürrenäsch «Ich verkaufe die Eier seit sieben Jahren. Ich muss unbedingt noch an den Stand von Norman Hunziker – er hat letztes Jahr schon sensationell gegrillt.»
5 Bilder
Jocelyne Smit (30), Thun «Wir verbinden den Familientag und unsere Liebe zu gutem Essen. Ich bin vom Angebot begeistert, man sieht hohe Qualität und Liebe bei der Zubereitung.»
Juliane Simon (36), Fabian Heusser (38), Luzern
Martin Böhlen (49), Gränichen «Mein Schwiegersohn kocht hier. Letztes Jahr habe ich auch ausgeholfen. Ich liebe das umfangreiche Sortiment, aus dem man probieren kann.»
Walter Cathrein (62), Remigen «Mir gefällt am besten, dass es am ‹Green Egg Flavour Fair› nicht nur klassische Gerichte gibt. Die Köche sind sehr kreativ. Mein Favorit bis jetzt ist der Lachs Burger.»

Albert Hunziker (69), Dürrenäsch «Ich verkaufe die Eier seit sieben Jahren. Ich muss unbedingt noch an den Stand von Norman Hunziker – er hat letztes Jahr schon sensationell gegrillt.»

Anja Suter