Biberstein

Die Gemeinde musste 2018 bei den Aktiensteuern draufzahlen

Für 2018 muss die Gemeindeverwaltung Biberstein rückläufige Zahlen bekannt geben – bei den Steuereinnahmen und bei der Bevölkerung.

Für 2018 muss die Gemeindeverwaltung Biberstein rückläufige Zahlen bekannt geben – bei den Steuereinnahmen und bei der Bevölkerung.

Eigentlich ist Biberstein eine der privilegiertesten Gemeinden der Region. Für 2018 muss die Gemeindeverwaltung aber für einmal rückläufige Zahlen bekannt geben – bei den Steuereinnahmen und bei der Bevölkerung.

Ende 2018 lebten 1575 Personen in Biberstein, das sind 17 weniger als im Vorjahr. 136 Personen sind Ausländer. Es gab übers Jahr verteilt 84 Zu- und 114 Wegzüge aus Biberstein. 17 Geburten standen 4 Todesfälle gegenüber.

Der Steuerabschluss (Steuerfuss 92 Prozent) fällt in Biberstein weniger erfreulich aus als auch schon. Laut Gemeindemitteilung müssen bei den Aktiensteuern «massive Abweichungen zum Budget» vermeldet werden. Statt 80 000 Franken plus wie prognostiziert muss ein Minus von 42 450 Franken verbucht werden. Dieses aussergewöhnliche Resultat entstand laut Gemeindeschreiber Stephan Kopp, weil die Gemeinde Aktiensteuern aus den Vorjahren hatte zurückzahlen müssen. «Die eingegangenen provisorischen Aktiensteuerzahlungen waren zu hoch», erklärt Kopp. Da Biberstein nur wenige Firmen habe, die überhaupt Aktiensteuern zahlen, sei es zu diesem Minus gekommen. «Zum ersten Mal», so Kopp.

Gesamthaft wurden über alle Steuerarten (ausgenommen Feuerwehr) rund 283 000 Franken weniger eingenommen als budgetiert. Im Vorjahr hatte es noch einen Mehrertrag von rund 217 000 Franken gegeben. 

Bei den Grundstückgewinnsteuern konnten 2018 rund 63 700 Franken mehr eingenommen werden als budgetiert (50 000 Franken). Leichte Mehreinnahmen gab es bei den Quellensteuern, den Nach- und Strafsteuern sowie den Erbschafts- und Schenkungssteuern.

Die Gemeinde vermeldet eingenommene Einkommens- und Vermögenssteuern von knapp 5,559 Mio. Franken. Budgetiert waren rund 5,797 Mio. Franken, der Minderertrag beträgt also zirka 238 000 Franken. Während im vorletzten Jahr das Budget in diesem Bereich um fast 9 Prozent übertroffen wurde, blieben die Einnahmen der Einkommens- und Vermögenssteuern 2018 um über 4 Prozent unter Budget. 2017 lag das Total bei 5,630 Mio. Franken.

Hängt der Rückgang der Einkommens- und Vermögenssteuern mit dem Rückgang der Bevölkerung zusammen? «Das ist schwierig zu sagen», so Gemeindeschreiber Kopp. Tendenziell spüre Biberstein wohl eher, «dass die Leute pensioniert werden und nun nur noch die AHV und nicht mehr das vorherige Einkommen versteuern müssen». Besorgniserregend sei die Situation noch nicht.

Im laufenden Jahr werden in Biberstein einige Neubauprojekte fertig, die zusätzliche Steuerzahler bringen werden. Der Gemeindeschreiber rechnet mit einem Bevölkerungszuwachs von ungefähr zwischen 30 und 50 Personen bis Ende 2019.

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