Suhr

Die Gemeinde macht vorwärts: Schulareal wird neu gestaltet

Informationsforum in Suhr am 4. November 2019 zu den Themen öffentliche Beleuchtung, Umgebung Schulzentrum Dorf und Bauamt.

Informationsforum in Suhr am 4. November 2019 zu den Themen öffentliche Beleuchtung, Umgebung Schulzentrum Dorf und Bauamt.

Für den Aussenraum der neuen Schule in Suhr ist mehr Sicherheit und mehr Grün vorgesehen. Bei der Strassenbeleuchtung setzt die Gemeinde zukünftig auf LEDs und spart damit massiv.

Die Gemeinde macht wieder vorwärts bezüglich der Gestaltung des Schulareals: Am Suhrer Informationsforum gab Gemeinderat Oliver Krähenbühl Einzelheiten dazu bekannt. Die Treppe beim Langzeitarchiv an der Südseite des Schulhauses Vinci steht derzeit im Fokus. Dazu wird das Regenbecken – die sogenannte Retentionsanlage – ausgebaut und naturnah gestaltet. Eine dichte Bepflanzung soll dafür sorgen, dass kleine Kinder nicht zum Becken vordringen und so keine gefährlichen Situationen entstehen können.

Dieses Jahr wird auch ein direkter Zugang zum Museum von der Seite des Schulhauses Vinci erstellt. Bei der Aussenraumgestaltung des Schulhauses Ost sollen Schüler im Werkunterricht und in einer Projektwoche 2020 mitwirken.

Auf dem Pausenplatz werden die Grünflächen vergrössert. Einer der Anwesenden aus der Bevölkerung sprach sich dafür aus, die Grünzonen der Gemeinde in einer Art Naturkorridor zu verbinden, um Lebensraum für die bedrohten Insekten zu schaffen. Ein anderer freute sich hingegen schlicht darüber, «dass jetzt endlich etwas geht»: «Ich hoffe, es wird jetzt nicht wieder ständig alles verhindert.»

Gemeinderat zog ersten Vorschlag zurück

Eingeweiht wurde das Schulhaus Vinci bereits vor zwei Jahren, das äussere Schulareal blieb aber unvollendet. Im November 2016 wäre eigentlich ein Kredit dafür an der Gemeindeversammlung traktandiert gewesen: 2,6 Millionen Franken hätte die – bereits abgespeckte – Variante einer Neugestaltung des Schulareals gekostet, der erste Vorschlag lag sogar bei 4,3 Millionen Franken. Da die Finanzkommission den Kredit aber ablehnte, zog ihn der Gemeinderat zurück. Nun nimmt er sich wieder des Themas an.

Gebaut wird nicht alles auf einen Schlag, sondern in kleinen Schritten. 150 000 Franken waren schon dieses Jahr für die Gestaltung der Umgebung beim Oberstufenschulhaus und beim Schulhaus Vinci budgetiert, weitere 150 000 Franken sollen auch nächstes Jahr dafür reserviert werden.

Oliver Krähenbühl sprach von «Hotspots mit Problemen», die in mehreren Bauetappen gelöst werden. Die erste Etappe dauert bis 2021, danach folgen weitere Umbauten bis 2025.

Massive Ersparnisse dank LED

Die Strassenbeleuchtung in Suhr war ebenfalls Thema am Informationsforum. Schritt für Schritt wird diese durch LED-Lampen ersetzt. In der aktuellen Etappe werden die Leuchten an der Bachstrasse von der Grenze zu Buchs bis zum Pfister-Areal komplett erneuert. Die Kandelaber bleiben bestehen, damit keine Tiefbaukosten entstehen.

An den Stromkosten spüre man den Unterschied zwischen der alten und der neuen Technologie massiv: Die 593 konventionellen Lampen in Suhr konsumieren 21 352 Franken Strom im Jahr, die bereits installierten 667 LED-Leuchten hingegen 8374 Franken.

Roland Bodenmann, Lichtplaner bei der Schweizer Licht Gesellschaft (SLG) und Vizeammann von Lupfig, erläuterte, was mit den heutigen LED-Leuchten alles möglich ist. Abschliessend sprach Gemeinderat Thomas Baumann über Abfall-Sammelstellen in Suhr. Gemeindepräsident Marco Genoni verlor noch ein paar Worte zum aktuellen Geschehen in der Gemeinde.

Zum Thema Pfister und dessen Verkauf an die österreichische XXXLutz sagte er, es sei immerhin eine Firma, die ihre Präsenz in der Schweiz ausbauen will «und wo wir nicht gleich Angst haben müssen, dass Arbeitsplätze nach Osteuropa verlagert werden». «Immerhin waren es nicht die Chinesen, die sie übernommen haben», sagte er.

Meistgesehen

Artboard 1