Küttigen

Die Gemeinde Küttigen erwarten ab 2017 rote Zahlen

Die idyllische Lage hilf der Gemeinde nicht aus den roten Zahlen.

Die idyllische Lage hilf der Gemeinde nicht aus den roten Zahlen.

In zwei Jahren schreibt die Einwohnergemeinde Küttigen negative Ergebnisse. Trotz grossen Investitionen soll aber der Steuerfuss aber nicht steigen.

Die Gemeinde Küttigen will den Steuerfuss auch die nächsten fünf Jahre unverändert auf 103 Prozent halten. Dieses Ziel hat der Gemeinderat mit dem Finanzplan 2015 bis 2020 festgelegt, den er mit dem Segen der Finanzplankommission verabschiedet hat. Dies sei allerdings nur möglich, wenn der Kanton nicht noch einen Strich durch die Rechnung mache, indem er Kosten auf die Gemeinden abwälze, stellt der Gemeinderat fest.

Dem Finanzplan ist zu entnehmen, dass sich die operativen Ergebnisse in den kommenden Jahren ständig verschlechtern. Dies bereite der Finanzplankommission Sorgen, heisst es in deren Kommentar zuhanden des Gemeinderates. In den Jahren 2017, 2019 und 2020 werden negative Ergebnisse erwartet. 2017 leuchtet das «Rot» in der Rechnung mit einem Minus von 195 000 Franken am kräftigsten. «Grund dafür sind die ständig zunehmenden Kosten- und Finanzaufwände sowie der jährlich massiv ansteigende Abschreibungsbedarf als Folge der hohen Investitionen», stellt die Kommission fest, der Vizeammann Peter Forster vorsteht.

Die Gemeinde hat in der Finanzplanperiode zahlreiche grössere Investitionen in Sanierungen und Neubauten vor: das Türmli-Schulhaus Dorf, das Feuerwehr- und Werkhofgebäude, die Zivilschutzanlage Stock, der Landkauf zur Arrondierung des Schulareals Stock, der Bau des Mehrfachkindergartens Stock, die Sanierung des Turnhallengebäudes Stock sowie die Sanierung der Altstoffdeponie Ritzer und der Bau eines neuen Garderobengebäudes auf der Sportanlage Ritzer. Der Gemeinderat hat die Investitionen so etappiert, dass die Schulden tragbar sein sollten. Die Nettoschuld wird im Jahr 2019 mit rund 8 Millionen Franken den Höchststand erreichen.

Das sind 3,8 Millionen weniger, als noch mit dem auslaufenden Finanzplan vorgesehen waren. «Es konnte somit eine akzeptable Verschuldungshöhe erreicht werden, denn mit einer Nettoschuld pro Einwohner von maximal 1235 Franken wird Küttigen deutlich unter der vom Kanton festgelegten Tragbarkeit von 2500 Franken pro Einwohner liegen», stellt die Kommission fest. Zudem werde die Obergrenze von gut 10 Millionen Franken, welche die Finanzplankommission für die Verschuldung im Oktober 2013 vorgegeben hat, nicht erreicht.

Als Folge der hohen Nettoinvestitionen liegt der Selbstfinanzierungsgrad, der gemäss Kanton nicht unter 50 Prozent liegen sollte, während der Planperiode zum Teil im sehr tiefen Bereich. Er beträgt minimal 32 Prozent im Jahr 2016 und maximal 53 Prozent im Jahr 2017. Eine Erholung zeichnet sich gemäss Kommission ab 2020 ab. Um längerfristig eine problematische Verschuldung zu vermeiden, müssten ab 2021 die Schulden dringend und nachhaltig reduziert werden. Erst danach könnten wieder höhere Investitionen ins Auge gefasst werden.

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